Aufnahmen sollen Raubkatze in Oberding zeigenPuma-Sichtung nahe Münchener Flughafen? Polizei setzt Suche nachts mit Wärmebilddrohne fort
Ist hier tatsächlich ein Puma auf freiem Fuß?
Nur wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt soll ein Jäger eine Großkatze auf seinem Nachtsichtgerät entdeckt haben. Ein Experte hält einen Puma für möglich. Doch trotz eines Großeinsatzes fehlt von dem Tier bislang jede Spur – jetzt setzt die Polizei ihre Suche in der Nacht mit Wärmebildtechnik fort. Währenddessen steht immer noch die Frage im Raum, woher das vermeintliche Raubtier kommen könnte. Welchen Verdacht PETA-Wildtierexperte Peter Höffken hat, seht ihr oben im Video.
Jäger entdeckt mögliche Großkatze mit Nachtsichtgerät – Experte geht von Puma aus!
Die mutmaßliche Raubkatze wird am späten Dienstagabend (6. Oktober) im Naturschutzgebiet Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding entdeckt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord erkennt ein Jäger das Tier auf seinem Nachtsichtgerät und informiert daraufhin die Polizei.
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Der Jäger fertigt auch Bildaufnahmen der Großkatze an. Noch in derselben Nacht werden diese einem Experten vorgelegt. Dessen Einschätzung lässt aufhorchen: „Nach erster fachlicher Einschätzung könnte es sich um einen Puma handeln”, gibt das Landratsamt Erding in einem Facebook-Kommentar preis.

Wie die dpa berichtet, betont die Kreisbehörde jedoch, dass die Tierart keineswegs abschließend geklärt ist: „Nach wie vor ist nicht klar, um welche Tierart es sich handelt.” Die Aufnahmen werden gemeinsam mit weiteren Experten untersucht.

Polizei sucht mit Hubschrauber und Drohnen nach mutmaßlichem Puma – bislang ohne Erfolg
Nach der möglichen Sichtung eines Pumas im Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding hat die Polizei am Mittwochnachmittag umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet: Neben einer Vielzahl von Einsatzkräften waren nach Angaben der Polizei auch ein Polizeihubschrauber und polizeiliche Drohnen im weitläufigen Waldgebiet unterwegs.

Die Beamten versuchten, Hinweise auf den Aufenthaltsort der Großkatze zu finden und hielten dabei auch nach möglichen Hinterlassenschaften oder gerissenen Tieren Ausschau. Doch von der mutmaßlichen Raubkatze fehlte jede Spur. „Die Suchmaßnahmen sind in vollem Gange, das Tier wurde bisher nicht gesehen“, erklärte eine Polizeisprecherin laut dpa am Nachmittag.
Doch auch am frühen Abend gibt es keine neuen Hinweise: Eine Polizeisprecherin erklärt laut dpa, dass „bislang keine Spuren gefunden” worden sind. Das bedeutet allerdings kein Ende der Suche.

Polizei setzt Suche nachts mit Wärmebilddrohne fort
Mit Einbruch der Dunkelheit ist der Einsatz deshalb noch lange nicht beendet: In der Nacht zum Donnerstag soll erneut eine Drohne aufsteigen. Dieses Mal wollen sich die Beamten besonders auf das Gebiet konzentrieren, in dem der Jäger seine Beobachtung gemacht hat.
Dabei kommt Wärmebildtechnik zum Einsatz. Die Hoffnung der Ermittler: Das Tier könnte in der Nacht an den Ort zurückkehren und sich dann mit der Kamera aufspüren lassen.
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Woher könnte der mögliche Puma stammen?
Doch woher könnte das Tier überhaupt kommen? Weder Zoos noch Tierparks in der Umgebung vermissen einen Puma. Auch ein Zirkus mit Raubkatzen soll nach Angaben der Behörden derzeit nicht in der Gegend halten.
PETA-Wildtierexperte Peter Höffken bringt deshalb eine andere Möglichkeit ins Spiel. „Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist hier natürlich die Privathaltung“, sagt er im RTL-Interview. Exotische Großkatzen würden in Deutschland teilweise privat gehalten, ohne dass dies den Behörden bekannt sei.

Ob das auch in Oberding der Fall ist, ist allerdings völlig offen. Die Polizei ermittelt weiterhin zur Herkunft des Tieres – und auch dazu, ob es sich überhaupt um einen Puma handelt.
„Nähern Sie sich auf keinen Fall” – Kinder sollen nicht unbeaufsichtigt spielen
Auch das Landratsamt Erding ruft die Menschen in der Region weiterhin zu erhöhter Vorsicht auf. Wer die mögliche Großkatze entdeckt, soll Abstand halten und sofort die Polizei verständigen. „Nähern Sie sich auf keinen Fall“, heißt es in der Warnung.
Spaziergänger sollen ihre Hunde vorsorglich anleinen. Die Polizei bittet darum, auffällige Beobachtungen unmittelbar über den Notruf 110 zu melden.
Besonders eindringlich richtet sich das Landratsamt an Familien: „Und lassen Sie kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen“, heißt es in der Warnung.
Ob im Notzinger Moos tatsächlich ein Puma unterwegs ist, sollen nun die weitere Analyse der Aufnahmen und die nächtliche Suche klären.
Quelle: Facebook/Landkreis Erding, Polizeipräsidium Oberbayern Nord, dpa, eigene RTL-Recherche


