Todesdrohungen und SachbeschädigungPsychisch kranker Mann terrorisiert Kölner Südstadt

Unbekannte haben in einer Kirche mehrere kleine Feuer gelegt (Archivbild).
Der Mann ist der Polizei bereits bekannt. (Symbolbild)
Marcus Brandt/dpa

Dauer-Terror seit Monaten!
Ein psychisch kranker Mann sorgt in der Kölner Südstadt und im Rhein-Erft-Kreis offenbar für Angst und Schrecken. Anwohner berichten von beschmierten Autos, verklebten Schlössern – und sogar Todesdrohungen!

Erkrankung macht ihn schuldunfähig

Er hinterlässt eine Schneise der Zerstörung und doch passiert offenbar nichts, wie der WDR berichtet. In der Kölner Südstadt sind die Scheiben von Geschäften eingeschlagen worden, dabei soll der Mann sogar gefilmt worden sein. Ein Video gebe es laut WDR auch davon, wie er Menschen im Veedel mit dem Tod droht und ankündigt, auch einen Nachbarn töten zu wollen.

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Diese Videos seien laut der Recherche der Polizei bekannt. Die Ermittlungsbehörden seien nicht untätig geblieben, heißt es. Machen könnten sie demnach trotzdem nichts: Aufgrund einer psychischen Erkrankung ist der Mann schuldunfähig!

Staatsanwaltschaft prüft dauerhafte Unterbringung

Eine schwierige Situation für alle Beteiligten, denn Menschen in solchen Fällen einzusperren, sei extrem schwierig, sagt Christoph Hebbecker von der Staatsanwaltschaft Köln zum WDR. „Die Taten, die von ihm zu erwarten sind und die dann im Rahmen einer Prognose vorhergesagt werden müssen, müssen erheblicher Natur sein”, sagt Hebbecker.

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„Wir reden hier also nicht über einfache Sachbeschädigungsdelikte, sondern beispielsweise über schwere Körperverletzungsdelikte oder Tötungsdelikte.” Nur dann sei es möglich, jemanden zum Schutz der Allgemeinheit in einem psychischen Krankenhaus unterzubringen.

Nach Informationen des WDR prüft die Staatsanwaltschaft nun, ob die dauerhafte Unterbringung des Mannes gerechtfertigt ist. Der Betreuer des Mannes bestätigt dem Sender darüber hinaus: „Gehen Sie (…) davon aus, dass von hier alles betreuungsrechtlich Mögliche unternommen wird.” (okr)

Verwendete Quelle: WDR