Regionalverkehr teurerPreis für Deutschland-Ticket könnte deutlich mehr steigen als Lebenshaltungskosten

Der Preis für das Deutschlandticket könnte laut „Tagesspiegel” ab nächstem Jahr um 3,40 Euro steigen.
Nach den Berechnungen würde es dann 66,40 pro Monat kosten. Grundlage für die Berechnung ist ein komplizierter Preisindex, der unter anderem aus Personal- und Energiekosten sowie einem Wertfaktor besteht.
Anstieg teurer als die Inflation
Das Deutschlandticket berechtigt zur Nutzung des Nah- und Regionalverkehrs in ganz Deutschland. Mehr als 14 Millionen Menschen nutzen es. Aktuell kostet das Ticket 63 Euro pro Monat. Ein Preis von 66,40 würde einen Anstieg um rund 5,4 Prozent bedeuten. Das ist doppelt so viel wie die von der Bundesregierung für 2026 geschätzte Inflation.

Der deutliche Anstieg ensteht unter anderem dadurch, dass die Zuschüsse von Bund und Ländern bei je 1,5 Milliarden Euro pro Jahr gedeckelt sind.
Verkehrsclub Deutschland: zu teuer
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) forderte am Montag mit Blick auf die Sonder-Verkehrsministerkonferenz am Donnerstag, das Deutschlandticket dauerhaft bezahlbar zu halten. 63 Euro seien schon heute für viele Menschen zu viel Geld. Außerdem müsse ein bundesweites Sozialticket für maximal 29 Euro eingeführt werden.
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Bund und Länder müssten das Ticket ab 2027 zusätzlich mit jeweils 400 Millionen Euro unterstützen, forderte der VCD. Der Tankrabatt habe den Bund in nur zwei Monaten mehr als 1,6 Milliarden Euro gekostet, argumentierte der Verkehrsclub. „Wer Autofahrende entlasten konnte, sollte jetzt auch Bus- und Bahnfahrende im Blick haben.” Der VCD-Vorsitzende Matthias Kurzeck erklärte: „Mit jeder Preiserhöhung verliert das Deutschlandticket an Attraktivität. Steigen Fahrgäste aus, werden am Ende auch die Einnahmen nicht steigen.”
Verwendete Quelle: AFP


