Jordan (30) nach Trekkingtour in Peru vermisstEr wollte wandern – jetzt kämpft seine Familie darum, ihn zu finden

Jordan Hao Yag (30)
Von Jordan Hao Yag (30) fehlt seit dem 14. September jede Spur
Privat
von Philipp Petersdorff

Er wollte zehn Tage allein durch eine spektakuläre Bergregion in Peru wandern.
Doch Jordan Yap kehrt nicht zurück. Seit dem 14. September fehlt von dem 30-jährigen Australier jedes Lebenszeichen – und inzwischen erschwert auch noch das Wetter die Suche.

Letzte Nachricht vor der Wanderung

Eigentlich sollte Jordan Yap am 23. September wieder in Huaraz ankommen. Dort hatte der erfahrene Wanderer sein Gepäck zurückgelassen, bevor er zu einer rund zehn Tage langen Solo-Tour durch die Cordillera Huayhuash aufbrach. Doch Jordan taucht nicht auf. Einen Tag später verpasst er außerdem seinen geplanten Flug von Lima nach Cusco. Für seine Familie beginnt eine verzweifelte Suche.

Am 14. September meldet sich Jordan ein letztes Mal bei seiner Familie. Sein Vater Vinh Dao erzählt dem australischen Sender ABC, sein Sohn habe angekündigt, während der kommenden zehn Tage nicht erreichbar zu sein. Zunächst besteht deshalb kein Grund zur Sorge. Das ändert sich schlagartig, als Jordan nach Ende der geplanten Tour nicht zurückkommt. „Da begannen die Panik und die Sorge“, sagt sein Vater über den Moment, in dem klar wird, dass Jordan weder im Hotel eincheckt noch seinen Flug erreicht.

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Jordan gilt laut Familie und Freunden als erfahrener Wanderer. Die Reise durch Peru gehörte allerdings zu seinen ersten Solo-Abenteuern dieser Art. Nach Angaben von SBS hatte er die Tour mehr als ein Jahr lang geplant und sich dafür sogar eine GPS-Uhr gekauft, mit der er Offline-Karten nutzen konnte. Wenige Tage vor dem Aufbruch hatte er allerdings seinen Satellitensender verloren.

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Zeugen wollen Jordan noch gesehen haben

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es zunächst. Wie Jordans Vater ABC berichtet, finden die privaten Retter Menschen, die seinen Sohn offenbar am zweiten Tag der Wanderung gesehen haben. Danach verliert sich jedoch jede Spur. Seine Familie engagiert schließlich die peruanische Bergrettungsorganisation Socorro Andino Peruano. Die Einsatzkräfte durchsuchen Teile der abgelegenen Hochgebirgsroute zu Fuß und aus der Luft. Nach Angaben der staatlichen peruanischen Nachrichtenagentur Agencia Andina rückt am 26. September bereits ein drittes Team mit zwölf Rettern aus. Unterstützt wird die Suche von der peruanischen Höhenpolizei.

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Drohnen suchen Schluchten und schwer zugängliche Gebiete ab

Die Dimension des Einsatzes zeigt, wie schwierig das Gelände ist. Retter kontrollieren auf etwa 4.665 Metern Höhe schwer zugängliche Bereiche und Abgründe. Außerdem durchsuchen Einsatzkräfte weitere Abschnitte zu Fuß. Zwei Drohnenpiloten und drei für große Höhen geeignete Drohnen sollen Gebiete erreichen, die für Menschen nur schwer zugänglich sind. Bislang finden die Teams jedoch keinen Hinweis auf Jordan.

Cordillera Huayhuash
In dieser spektakulären Umgebung wird Jordan vermisst
picture alliance / Zoonar / Galyna Andrushko

Dann macht auch noch das Wetter Probleme. Regen und Gewitter zwingen die Retter laut Agencia Andina zeitweise dazu, die Suche aus Sicherheitsgründen zu unterbrechen. Die Mission bleibt demnach aktiv und soll fortgesetzt werden, sobald die Bedingungen Einsätze am Boden und aus der Luft wieder zulassen.

Für Jordans Angehörige zählt unterdessen jede Stunde. Sein Freund Kevin Nguyen bringt die Sorge gegenüber SBS auf den Punkt. Zwar werde davon gesprochen, dass Jordan seit dem 23. September vermisst werde. Tatsächlich habe aber bereits seit dem 14. September niemand mehr Kontakt zu ihm gehabt.

Verwendete Quellen: Andina, ABC News. SBS News