Mysteriöser Durchfall-Ausbruch in den USAFieser Parasit wütet im Dünndarm: Schon über 10.000 Kranke und erste Tote!

Der Darmparasit Cyclospora cayetanensis verursacht starken Durchfall und steht hinter dem aktuellen Ausbruch in den USA.
Der Darmparasit Cyclospora cayetanensis verursacht starken Durchfall und steht hinter dem aktuellen Ausbruch in den USA.
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Der Ausbruch nimmt immer größere Ausmaße an.
In den USA haben sich inzwischen mehr als 10.000 Menschen mit einem Darmparasiten infiziert. Hunderte landen im Krankenhaus, zwei Menschen sterben. Die Behörden vermuten als Ursache ausgerechnet ein Lebensmittel, das Millionen täglich essen.

Über 10.000 bestätigte Fälle

Die US-Gesundheitsbehörde CDC meldet inzwischen 10.468 laborbestätigte Fälle von Cyclosporiasis. Zusätzlich gibt es mehr als 12.255 weitere Verdachtsfälle, die noch untersucht werden. Bereits 517 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden, zwei Erkrankte aus dem Bundesstaat Michigan sind gestorben.

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Nach Angaben der Behörden litten beide Opfer allerdings unter schweren Vorerkrankungen. Das Gesundheitsministerium von Michigan betont, dass Cyclosporiasis „im Allgemeinen keine lebensbedrohlichen Erkrankungen“ seien. Besonders alarmierend: Nahezu alle US-Bundesstaaten haben inzwischen Infektionen gemeldet. Die CDC veröffentlicht deshalb in diesem Jahr sogar wöchentliche Lageberichte.

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Behörden haben Eisbergsalat im Visier

Die Ermittler vermuten einen großflächigen Ausbruch in mehreren Bundesstaaten. Im Fokus steht Eisbergsalat eines Lieferanten aus Mexiko. Bereits Mitte Juli rief der Hersteller Taylor Farms zahlreiche Produkte vorsorglich zurück.

Dieser Eisbergsalat steht im Verdacht, Auslöser des Parasiten-Ausbruchs mit mehr als 10.000 Erkrankten in den USA zu sein.
Dieser Eisbergsalat steht im Verdacht, Auslöser des Parasiten-Ausbruchs mit mehr als 10.000 Erkrankten in den USA zu sein.
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Der winzige Parasit Cyclospora wird laut CDC über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen. Er befällt den Dünndarm und verursacht oft tagelangen, teilweise heftigen wässrigen Durchfall, Übelkeit, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit und starke Erschöpfung. Typisch für den Erreger: Ausbrüche treten vor allem in den Sommermonaten auf und werden häufig mit frischem Obst, Kräutern und Gemüse wie Himbeeren, Basilikum, Koriander, Zuckererbsen oder verschiedenen Salaten in Verbindung gebracht.

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Wie groß ist die Gefahr für Deutschland?

Nach aktuellem Stand ist ein ähnlich großer Ausbruch in Deutschland äußerst unwahrscheinlich. Ein wichtiger Grund: Der aktuell verdächtigte Eisbergsalat stammt aus Mexiko. Frischer Blattsalat wird in Deutschland und Europa im Sommer jedoch überwiegend aus heimischem Anbau oder aus europäischen Ländern wie Spanien oder den Niederlanden bezogen. Wegen der langen Transportwege spielen Importe von frischem Eisbergsalat aus Mexiko praktisch keine Rolle. Zudem gelten in der EU strenge Hygiene-, Import- und Lebensmittelkontrollen, um Verunreinigungen – etwa durch Fäkalien – möglichst früh zu erkennen.

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Zwar treten auch in Deutschland vereinzelt Infektionen mit dem Parasiten Cyclospora cayetanensis auf, dabei handelt es sich jedoch fast immer um sogenannte importierte Fälle nach Reisen in tropische oder subtropische Regionen wie Mittel- und Südamerika oder Südostasien. Eine Ausbreitung von Mensch zu Mensch ist nach Angaben der Experten zudem äußerst unwahrscheinlich, weil der Parasit nach dem Ausscheiden zunächst mehrere Tage bis Wochen in der Umwelt reifen muss, bevor er überhaupt ansteckend wird.

Verwendete Quellen: dpa, CDC, RKI, BfR