Der Lungen-Tumor war ‚bösartig‘Papst Leo: Nach OP kam die Schock-Diagnose!

The statue of late Pope John Paul II at Gemelli hospital, in Rome, 23 March 2025. Pope Francis offered a blessing before being discharged today from Gemelli hospital. Pope Francis has being hospitalized since the 14th February or a bilateral pneumonia. He will now start two month recovery at Casa Santa Marta at the Vatican.
Die Päpste werden traditionell in der Gemelli-Klinik in Rom behandelt.
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Erst am Sonntag macht Papst Leo XIV. den Fund eines Knotens in seiner Lunge öffentlich. Nur zwei Tage später operieren ihn Ärzte in Rom. Nach der überstandenen OP muss sich das Oberhaupt der Katholiken eine Woche erholen.

Papst Leo XIV. hat nach offiziellen Angaben des Vatikans eine Operation an der Lunge gut überstanden. Der Eingriff zur Entfernung eines Knotens sei „erfolgreich“ verlaufen, teilte ein Sprecher am Abend mit. Der 71-Jährige habe in der Gemelli-Klinik in Rom bereits in sein Zimmer zurückkehren können. Später teilte der Vatikan mit, dass der entfernte Lungenknoten bei Papst Leo XIV. „bösartig“ gewesen sei.

Das Oberhaupt von weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken liegt im Gemelli-Krankenhaus in Rom, wo auch mehrere seiner Vorgänger schon behandelt wurden. Die Päpste haben dort einen eigenen Trakt, in dem sie rund um die Uhr versorgt werden. In einer ersten offiziellen Mitteilung hieß es: „Der Eingriff verlief erfolgreich, wurde termingerecht und wie vorgesehen durchgeführt.“ Nun soll der Papst etwa eine Woche Erholung bekommen.

Leo XIV. hatte am Sonntag überraschend bekanntgegeben, dass bei einer Kontrolluntersuchung in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden sei, noch in einem „sehr frühen Stadium“. Auf Anraten der Ärzte habe er sich zu einer Operation entschlossen. Der Eingriff erfolgte nun nur zwei Tage später.

Bis dahin waren keinerlei gesundheitlichen Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche bekannt. Leo hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Mit seinen 71 Jahren ist er immer noch ein verhältnismäßig junger Papst. Bei seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres wurde gemutmaßt, dass er ein langes Pontifikat vor sich haben werde.

Operiert wurde der Papst von einem Ärzteteam unter Leitung des renommierten Professors Stefano Margaritora, einem Italiener. Bei der Entfernung eines einzelnen Lungenknotens sind ernste Komplikationen eher selten. Das Risiko hängt aber auch davon ab, wie groß der Eingriff ist und wie gut Lunge und Herz funktionieren.

In der Policlinico Universitario Agostino Gemelli - oft nur als er Gemelli-Klinik bezeichnet - am Rande der italienischen Hauptstadt gibt es einen Trakt für Päpste im zehnten Stock. Dort wurde bis kurz vor seinem Tod mit 88 Jahren auch Leos Vorgänger behandelt, Papst Franziskus. Dem Argentinier fehlt bereits seit jungen Jahren ein Teil seiner Lunge.

Leo erschien zu dem Eingriff in einem schwarzen Auto mit Polizeieskorte. Vor dem Krankenhaus wurde er von einem Ärzteteam und auch zahlreichen Schaulustigen im Empfang genommen. Auch drinnen hießen ihn viele willkommen. Er winkte und lächelte zuversichtlich. Viele beteten auch für ihn.

Papst-Termine bis Mitte nächster Woche abgesagt

Wegen des Krankenhausaufenthaltes wurden alle Audienzen bis Mitte nächster Woche abgesagt. Damit wurde auch die Teilnahme am Abschlussgottesdienst eines internationalen Bischofstreffens zu Ehe und Familie an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz gestrichen.

Im November steht für den Papst eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru auf dem Programm. In Peru war der frühere weltweite Chef des Augustinerordens viele Jahre als Missionar und Bischof tätig. Er hat auch die peruanische Staatsbürgerschaft. Zur Reise gehört ein Besuch der Stadt Cusco in 3400 Metern Höhe. Bei manchen Leuten führt diese Höhe zu Atemproblemen und zur Höhenkrankheit.

Mit der Bekanntgabe vor Zehntausenden Gläubigen am Sonntag auf dem Petersplatz zeigte Leo eine Offenheit im Umgang mit gesundheitlichen Problemen, wie das für Päpste nicht selbstverständlich ist. Der Vatikan hielt früher den Gesundheitszustand der Kirchenoberhäupter streng unter Verschluss, solange die Leiden nicht zu offensichtlich waren.

Verwendete Quellen: bho/dpa