Neue Details zum Schockfund in ÖsterreichSohn mauert tote Mutter ein – um jahrelang ihre Pension zu kassieren?

Eingemauerte Leiche entdeckt
Die Polizei fand die Tote in einem Haus in Münchendorf südlich von Wien.
mre, Matthias Röder/dpa, Matthias Röder

Ein grausiger Fund, der ein ganzes Land schockiert.
In einem Haus im niederösterreichischen Münchendorf machen Polizisten Ende Mai eine grausige Entdeckung – die mumifizierten sterblichen Überreste einer 99-jährigen Frau, eingemauert im Keller. Unter dringendem Tatverdacht: ihr 57-jähriger Sohn, ein Arzt. Die Ermittler gehen von einem jahrelangen Betrug aus: Hat der Mediziner die Leiche versteckt, um die Pension weiter zu kassieren? Eine neue Spur könnte Klarheit bringen.

Verdacht auf Betrug – es geht um eine halbe Million Euro

Die makabre Entdeckung kam ans Licht, als die sterblichen Überreste der Frau, die kurz vor ihrem 100. Geburtstag gestanden hätte, hinter einer extra dafür errichteten Betonwand im Kellerbereich des Hauses gefunden wurden. Der Zustand der Leiche deutet darauf hin, dass die Frau bereits seit mehreren Jahren tot gewesen sein muss.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Sohn den Tod seiner Mutter jahrelang verheimlichte, um weiterhin ihre stattliche Pension von rund 3500 Euro – ausgezahlt 14 Mal pro Jahr – zu beziehen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass die Frau tatsächlich seit etwa zehn Jahren tot ist, könnte der Arzt über eine halbe Million Euro unrechtmäßig kassiert haben.

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Der verdächtige Sohn, dessen Identität als Arzt bekannt ist, wurde jüngst in Dubai festgenommen, als er versuchte, das Land zu verlassen. Ein internationaler Haftbefehl hatte bereits vorgelegen. Derzeit läuft das Auslieferungsverfahren, um ihn nach Österreich zu überstellen.

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Keine Hinweise auf Gewaltverbrechen

Die Mordgruppe des niederösterreichischen Landeskriminalamts untersucht derzeit im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien, wie lange die Frau tatsächlich schon tot war. Bislang gibt es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen; die Ermittler gehen von einem natürlichen Tod der alten Dame aus. Die Hauptansätze der Untersuchung konzentrieren sich auf den schweren Betrug und die Störung der Totenruhe.

Krankenkassenkarte liefert wichtigen Hinweis

Nach Informationen der österreichischen Kronen Zeitung soll die E-Card – das österreichische Äquivalent zur deutschen Krankenkassenkarte – bei den Ermittlungen nun eine wichtige Rolle spielen. Sie soll zuletzt im Jahr 2015 bei einem Arzt oder einer Apotheke verwendet worden sein.

Die Obduktion der mumifizierten Leiche läuft noch, und die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet, um weitere Klarheit über den genauen Todeszeitpunkt und die Umstände zu erhalten.

Verwendete Quellen: Krone.at, heute.at