Mysteriöser Tod bei der JagdAm offenen Sarg! Wilfried K. schläft wochenlang neben seinem toten Sohn (†23)

von Bastian Schlüter, Mirijam Pekeler und Jan Luhrenberg

Er will bei seinem Sohn bleiben – bis zur allerletzten Minute!
Wilfried K. hat, wie er selbst sagt, alles verloren: Sein Sohn Kevin (†23) lebt nicht mehr – wurde bei einer Jagd bei Warburg (NRW) tödlich getroffen. An dem schlimmen Vorfall ist etwas verdächtig. Und der Vater kämpft auf eigene Weise mit dem schmerzhaften Abschied.

Tag und Nacht harrt Wilfried K. am Sarg seines Sohnes aus

„Ich liege jetzt seit zwei Wochen jede Nacht neben meinem Sohn am Sarg und schlafe neben ihm”, sagt Wilfried K. unter Tränen, als er uns vor ein paar Tagen ein Interview gibt. „Weil das ist die einzige Möglichkeit, wo ich ihm nachts noch durch ihre Haare kraulen kann, wo ich ihn sehen kann, wo ich ihn fühlen kann.” Im Bestattungsinstitut, direkt neben dem offenen Sarg, harrt K. damals aus – Tag und Nacht, fast ohne zu essen und zu schlafen.

Wilfried K. steht an der Stelle, an der sein Sohn Kevin (†23) ums Leben kam.
Wilfried K. steht an der Stelle, an der sein Sohn Kevin (†23) ums Leben kam.
CRIMESPOT AGT

Der Vater ist verzweifelt, fühlt sich schuldig, dass er nicht bei seinem Sohn war, dass er ihm nicht mehr helfen konnte. Und: Er kann Kevins Tod, der Fragen aufwirft, einfach nicht verstehen.

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Doch was ist passiert? Am 9. Januar jagte Kevin nachts mit Freunden in einem Wald in Warburg (bei Paderborn). Er saß auf einem Hochsitz, als ihn plötzlich eine Kugel traf. Ausgerechnet abgefeuert von einem Kumpel. Er starb.

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Wilfried K. hat einen schrecklichen Verdacht

Wie genau und warum der tödliche Schuss fiel, ist unklar. Doch: Die Polizei ermittelt mittlerweile wegen fahrlässiger Tötung. Zuvor sind die Ermittler noch von einem tragischen Jagdunfall ausgegangen.

Wilfried K. glaubt die Version von Kevins Freund ohnehin nicht: Der behauptet, von einem anderen Hochsitz aus abgedrückt zu haben, der über 170 Meter entfernt steht. Der Vater äußert stattdessen einen Verdacht: „Da kann er nicht draufgesessen haben, weil, wenn ich da sitze, kann ich diesen Hang hier nicht hochschießen. Ist unmöglich, geht nicht. Der muss hier herumgelaufen sein. Außerhalb vom Hochsitz muss er meinen Sohn hier abgeknallt haben.”

Mittlerweile ist Kevin beerdigt worden. Seine Familie hofft, dass die Zeit jetzt irgendwie die Wunden heilt und sie erfahren, wie Kevin genau ums Leben gekommen ist.

Verwendete Quellen: CRIMESPOT AGT