Bewegender Abschied„Wir haben euch lieb“ – Freunde und Familie gedenken der Unfallopfer von Nidda

Nach tödlichem Unfall in Nidda: Freunde lassen Ballons für die Opfer steigen
Nach tödlichem Unfall in Nidda: Freunde lassen Ballons für die Opfer steigen
RTL

Bunte Ballons steigen langsam in den Himmel.
Darunter stehen Freunde, Angehörige und Weggefährten, viele von ihnen in Tränen. Gemeinsam zählen sie herunter – und lassen die Ballons los. Es ist ein bewegender Abschied von Nikita (†15) und der 14-Jährigen, die bei dem schweren Unfall von Nidda (Hessen) ums Leben gekommen sind.

Nidda nimmt Abschied von Nikita (†15) und 14-Jähriger

Man hört Menschen schluchzen. Andere nehmen sich in den Arm, versuchen, sich gegenseitig Halt zu geben. Bei der Gedenkveranstaltung in Nidda wird deutlich, wie tief der Tod der beiden Jugendlichen Freunde, Familien und die Menschen in der Region getroffen hat. „Ruht in Frieden. Wir haben euch lieb“, erklären ihre engsten Freunde, bevor die Ballons in den Himmel steigen.

Nur wenige Tage zuvor waren Nikita und eine 14-jährige Beifahrerin bei einem verheerenden Unfall auf einer Landstraße bei Nidda ums Leben gekommen. Jetzt kommen Menschen zusammen, die sie kannten und liebten. Gemeinsam schauen sie den bunten Ballons hinterher, bis diese am Himmel immer kleiner werden.

Auch in den sozialen Netzwerken nehmen Freunde und Bekannte Abschied. Dort finden sich kurze Botschaften, die zeigen, wie groß die Lücke ist, die die beiden hinterlassen. „Wir werden immer an dich denken, Bruder“, schreibt ein Freund über Nikita. Andere verabschieden sich mit den Worten: „Wir vermissen dich, Bruder.“ Auch um die 14-Jährige wird getrauert. „Ruhe in Frieden, kleine Schwester“, heißt es in einem der Beiträge.

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Auch die Stadt Nidda ist tief betroffen

Ein besonders ausführlicher Post richtet sich an all jene, die jetzt versuchen, mit ihrem Schmerz umzugehen: „Auch wenn die Trauer schwer ist: Nikita hätte niemals gewollt, dass wir uns wegen ihm verlieren. Er hätte gewollt, dass wir stark bleiben, weiterleben und die Zeit, die uns gegeben wurde, genießen. Deshalb bleibt stark. Haltet zusammen und schätzt die Menschen, die euch wichtig sind. Denn irgendwann trifft es jeden von uns – früher oder später. Niemand weiß, wie viel Zeit ihm noch bleibt.“ Worte, mit denen die Freunde versuchen, sich gegenseitig Kraft zu geben.

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Die Anteilnahme reicht weit über den Freundeskreis der Jugendlichen hinaus. Auch die Stadt Nidda meldet sich nach dem Unglück zu Wort. „Die Nachricht von dem Unfall machte schnell die Runde und wir spüren überall große Betroffenheit“, schreibt die Stadt bei Instagram. Die Gedanken seien bei den Unfallopfern und ihren Familien – aber auch bei den Menschen, die am Unfallort helfen mussten: „Wir denken heute an die Unfallopfer, an ihre Familien, auch an die Ersthelfer, die Rettungsteams vor Ort und unsere ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die Schlimmes erlebt haben.“

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Acht Jugendliche waren in den Horror-Unfall verwickelt

Der schwere Unfall hatte sich am Mittwoch, 19. August, gegen 13.15 Uhr auf einer Landstraße zwischen den Niddaer Ortsteilen Ober-Lais und Michelnau ereignet. In dem Wagen befanden sich insgesamt acht Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Der Mazda prallte gegen einen Anhänger, der für Markierungsarbeiten auf der Straße stand. Nikita, der nach bisherigen Erkenntnissen am Steuer saß, und die 14-jährige Mitfahrerin starben. Die sechs anderen Jugendlichen wurden verletzt.

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Auch Arbeiter, die sich in dem Baustellenfahrzeug befanden, wurden bei dem Unfall verletzt. Die genaue Ursache des Zusammenstoßes ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Zurück bleiben Familien und Freunde, für die sich innerhalb weniger Augenblicke alles verändert hat. Und die Bilder aus Nidda: Menschen, die eng beieinanderstehen. Die sich umarmen. Die gemeinsam weinen. Und bunte Ballons, die als letzter Gruß für zwei viel zu früh gestorbene Jugendliche in den Himmel steigen.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Instagram