Sekunden nach dem Start knallt die Maschine auf die AutobahnWarum stürzte der Lufthansa-Pilot mit seinem Motorsegler in den Tod?

Kurz nach dem Start kracht ein Motorsegler auf die A45.
Im Cockpit: ein erfahrener Lufthansa-Pilot. Der 56-Jährige stirbt, ein zweiter Mann (49) an Bord wird schwer verletzt. Jetzt gibt es einen ersten Hinweis darauf, was zu dem tödlichen Unglück am Samstag (23. Mai) geführt haben könnte.
Motorsegler-Absturz gibt Ermittlern weiter Rätsel auf: Experte findet Hinweis an den Bremsklappen
Offiziell steht die Ursache für den Motorsegler-Absturz noch nicht fest. Polizei und Luftfahrtbehörden ermitteln. Doch WDR-Recherchen liefern nun einen ersten möglichen Ansatz. Eine Analyse von Bildern der Unfallstelle soll zeigen, dass die Bremsklappen des Motorseglers ausgefahren waren.
Genau das wäre kurz nach dem Start ungewöhnlich, sagt Luftfahrt-Experte Heinrich Großbongardt dem Sender. Warum waren die Bremsklappen offen? Für den Experten kommen mehrere Möglichkeiten infrage. Denkbar sei ein technischer Defekt. Es könne aber auch sein, dass die Klappen beim Start herausgesogen wurden, weil sie nicht richtig verriegelt waren.
Für die Ermittler wird nun entscheidend, was kurz vor dem Absturz wirklich passiert ist. Die Beamten haben ein Hinweisportal geschaltet. Dort soll jeder Fotos von Videos hochladen, die im Zusammenhang mit dem Absturz stehen.
Nach ersten Informationen war der Motorsegler am Samstagmittag von einem nahe gelegenen Sportflugplatz in Hünsborn aus gestartet. Dort sollte später eine Flugschau stattfinden.
Nach Angaben der Polizei war der Motorsegler (ein Segelflugzeug mit einem Hilfsmotor) vom Flugplatz Hünsborn gestartet. Ein Motorflugzeug zog ihn zunächst in die Luft. Nach dem Abkoppeln des Schleppseils stürzte die Maschine gegen 12.10 Uhr auf die Autobahn 45 zwischen der Anschlussstelle Freudenberg und dem Autobahnkreuz Olpe Süd.
Der Hilfsmotor des Motorseglers war nach den bisherigen Informationen wohl nicht im Einsatz. Bei dem Flug handelte es sich laut dem Luftsportverein Hünsborn zufolge um einen Test.
Auf dem Flugplatz sollte am Pfingstwochenende das Bezirksvergleichsfliegen stattfinden. Nach dem Unglück stehen die Menschen dort unter Schock.
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Lufthansa trauert um getöteten Piloten
Auch bei der Lufthansa sitzt die Trauer tief. Das Unternehmen bestätigte RTL.de, dass der tödlich verunglückte Mann ein Mitarbeiter war. Ein Sprecher sagte: „Wir können bestätigen, dass es sich bei der tödlich verunglückten Person um einen Mitarbeiter unseres Unternehmens handelt. Unser Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.”
Zu weiteren Einzelheiten äußert sich die Airline wegen der laufenden Untersuchung nicht.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, WDR


