Ihr Killer musste nie vor Gericht Influencerin Alexis Sharkeys Leiche lag nackt am Straßenrand – viele Fragen sind bis heute offen
„Funkstille war nicht ihre Art, darum wusste ich, dass etwas passiert war.“
Als Alexis Sharkey plötzlich nicht mehr auf Nachrichten und Anrufe reagiert, ist ihre Mutter Stacey Robinault sofort unruhig. Es ist der 27. November 2020 – die 26-jährige Influencerin ist erst seit ein paar Monaten mit ihrem Ehemann Tom Sharky verheiratet und wohnt in Houston im US-Bundesstaat Texas.
Alexis Sharkey lernt 23 Jahre älteren Tom in einer Bar kennen
Ihre Eltern melden die junge Frau als vermisst. Freunde und Familie sind in großer Sorge, nur ihr Mann Tom verhält sich merkwürdig, erzählen die Menschen aus Sharkeys Umfeld in der True-Crime-Doku „TikTok: Wenn Influencer töten“ auf RTL+. Als die 26-Jährige plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist, ruft Tom ihre Freundinnen an und behauptet, sie sei einfach abgehauen.

Der 23 Jahre ältere Tom ist Stammgast in einer Bar, in der Alexis arbeitet, als das Paar sich kennenlernt. Während sie in sozialen Medien zu einer kleinen Berühmtheit wird und als Influencerin immer mehr Geld nach Hause bringt, bleibt ihr Ehemann daheim und kümmert sich komplett um den Haushalt.
Influencerin wollte sich wohl scheiden lassen
Was nach außen wie eine perfekte Ehe wirkt, ist alles andere als glücklich. Freunde berichten, dass Tom Sharkey anfing, seine Partnerin zu kontrollieren. Alexis sei immer verschlossener geworden, wenn ihr Mann in der Nähe war. Er soll ihr immer wieder unterstellt haben, dass sie ihn betrügt. Ihren Freunden erzählt sie auch von körperlichen Misshandlungen. Sie hat offenbar vor, sich scheiden zu lassen. Doch dazu kommt es nicht mehr.
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Am 28. November wird eine nackte Leiche am Straßenrand gefunden. Kurz danach steht fest: Die Tote ist Alexis Sharkey. Die Ermittler ordnen eine Obduktion an, weil am Körper der Influencerin keine offensichtliche Todesursache zu erkennen ist. Es dauert zwei Monate, bis die Ermittler sagen können, wie Alexis gestorben ist.

Tom Sharkey soll seiner Frau mehrfach bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben
Die Influencerin wurde zu Tode stranguliert und dann einfach achtlos am Straßenrand abgelegt. Die Ermittler finden die Tagebücher der 26-Jährigen, die ein düsteres Bild von ihrer Beziehung zu Tom zeichnen. „Wenn er wütend ist, wird er aggressiv“, schreibt Alexis dort. „Ich lebe in Angst.“ Ihr Ehemann habe ihr schon mehrmals den Arm gegen die Kehle gedrückt, bis sie ohnmächtig zusammengebrochen sei.
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Passierte auch das am 27. November 2020 – nur dass er an dem Tag nicht aufhörte zu drücken und Alexis dann nicht wie sonst am Boden wieder zu sich kam? Die Ermittlungen in dem Mordfall ziehen sich monatelang. Erst knapp ein Jahr nach dem Fund der Leiche, gibt die Polizei bekannt, dass es einen Tatverdächtigen gibt. Die Ermittler spüren Tom Sharkey bei Verwandten auf, doch bevor sie den Mann festnehmen können, begeht er im Wandschrank Suizid.
Eltern ahnten nichts von der Gewalt in der Beziehung
„Ein Teil von mir war froh, aber auf viele Fragen werde ich jetzt keine Antworten kriegen“, erinnert sich Alexis‘ Vater Michael Robinault. Er und seine Frau ahnten nicht, dass ihre Tochter in einer gewalttätigen Beziehung lebte. Sie wohnten 24 Stunden Autofahrt entfernt. Die junge Frau war nur zu den Feiertagen zu Hause und verheimlichte ihren Eltern ihre Eheprobleme. Die Polizei übergab den Robinaults das Tagebuch ihrer Tochter. Doch alle anderen Antworten nahm der Mörder ihrer Tochter mit ins Grab.
Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen
Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über Ihre Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.
Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
Verwendete Quellen: „TikTok: Wenn Influencer töten”
































