Mysterium um die Monaco-ExplosionMonaco im Schock: Rucksack-Täter verletzt drei, Polizei jagt ihn

Im Fürstentum Monaco sorgt ein Bombenanschlag für Entsetzen: Ein Unbekannter soll einen Rucksack mit einem Sprengsatz in einem Wohnhaus nahe der französischen Grenze abgestellt haben. Ein Ehepaar und ein 13-Jähriger erleiden Verletzungen, der Täter ist auf der Flucht.
Drei Menschen wurden Medienberichten zufolge bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco verletzt. Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort beobachtet worden sein, die einen Rucksack abstellte und anschließend floh, wie der französische Sender BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung „Monaco-Matin“ berichtete. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst am späten Abend nach der Explosion.
Das betroffene Gebäude befindet sich den Medienberichten zufolge in einer Straße an der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.
Laut Angaben von „Monaco-Matin“ handelt es sich bei den drei Opfern um einen Mann und eine Frau im Alter von 50 bis 60 Jahren sowie einen Jugendlichen, die zu einer Familie gehören. Sie seien schwer verletzt, hieß es. Die monegassischen Behörden sprachen von einen schwerverletzten Ehepaar und einem leichtverletzten 13-Jährigen. Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete „Monaco-Matin“.
Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen „Anschlag“. Es sei eine „Tragödie, die Monaco erschüttert“. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.
Der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand sprach von einem „wahrscheinlichen Angriff“ und einem Sprengsatz, der gezündet worden sei. Nach Angaben Mirmands enthielt der Sprengsatz offenbar Schrauben und Schrot. „Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt worden ist“, sagte er.
Verwendete Quellen: mau/dpa/AFP


