Tragödie in MarburgJunger Mann (23) stirbt beim nächtlichen Schwimmen in der Lahn

Was als ausgelassener Abend begann, endete in einer Katastrophe!
Ein 23-jähriger Hesse entschloss sich in Marburg spontan zu einem nächtlichen Bad in der Lahn. Doch kaum war er im Wasser, ging er unter und tauchte nicht mehr auf. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät.
Mann stirbt nach Sprung in die Lahn bei Marburg
Es sollte ein unbeschwerter Freitagabend werden. Ein 23-jähriger Mann aus Kirchhain war am 7. August mit seinen Freunden in der Universitätsstadt Marburg unterwegs. Gegen 23 Uhr hielt sich die Gruppe am Elisabeth-Blochmann-Platz direkt an der Lahn auf. In diesem Moment fasste der junge Mann einen fatalen Entschluss: Er stieg ins Wasser des Flusses, doch was als Abkühlung gedacht war, wurde zur tödlichen Falle. Nach nur wenigen Metern ging der 23-Jährige laut Polizei plötzlich unter und verschwand von der Wasseroberfläche.
Zeugen, die das schreckliche Geschehen beobachtet hatten, alarmierten sofort den Notruf. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eilte zur Unglücksstelle und leitete umgehend eine großangelegte Suchaktion ein. Es begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Rund 25 Minuten nach dem Notruf dann die Entdeckung: Helfer fanden den leblosen Körper des jungen Mannes im Fluss. Er wurde bewusstlos aus dem Wasser geborgen, und der Rettungsdienst startete sofort mit Reanimationsmaßnahmen – doch vergeblich. Jede Hilfe kam zu spät, der 23-Jährige verstarb noch am Lahnufer.
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Während die Rettungskräfte um das Leben des Mannes kämpften, spielten sich im Umfeld unschöne Szenen ab. Zahlreiche Schaulustige hatten sich versammelt, um das Geschehen zu beobachten. Die Situation wurde so unübersichtlich, dass die Polizei sich gezwungen sah, die nahegelegenen Lahntreppen sowie eine Fußgängerbrücke komplett abzusperren, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern.
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Wiederholte Tragödie in der Lahn
Der Tod des 23-Jährigen ist bereits der zweite tödliche Badeunfall in der Lahn innerhalb kurzer Zeit. Ende Juli war ein 34-jähriger Mann flussabwärts in Gießen nach einem Sprung ins Wasser ums Leben gekommen. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist der junge Mann bereits das 13. Todesopfer eines Badeunfalls in Hessen in diesem Jahr. Auch bundesweit steigen die Zahlen der Badetoten in Binnengewässern seit Monaten an. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben bis Juli bereits 261 Menschen ihr Leben in Flüssen, Seen und Kanälen verloren – die meisten davon in frei zugänglichen Gewässern ohne dauerhafte Aufsicht durch Rettungskräfte.
Die genauen Umstände, die zu dem tragischen Unglück in Marburg führten, sind nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Verwendete Quellen: dpa, Welt


