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Lahn

Einst ein wichtiger Transportweg, ist der Fluss Lahn heute beliebt für Freizeitausflüge mit dem Boot. Entlang des Ufers finden sich viele Sehenswürdigkeiten.

Die Quelle des Flusses Lahn liegt im Rothaargebirge bei der nordrhein-westfälischen Stadt Netphen und fließt auf 245 Kilometern durch Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Auf seinem Weg durchfließt der rechte Nebenfluss des Rheins mehrere Großlandschaften wie das Gladenbacher Bergland, die Taunusregion, den Rand des Westerwaldes und das Limburger Becken, bis er bei Lahnstein in Rheinland-Pfalz in den Rhein mündet. Zu den Städten, die sich am Lahn-Ufer entwickelt haben, zählen Limburg, Wetzlar und Marburg. Die Lahn ist ein Fluss mit starkem Gefälle und legt einen Höhenunterschied von mehr als 500 Metern zurück.

Schifffahrt auf der Lahn

Wie viele größere Flüsse wurde auch der Fluss Lahn von den Menschen schon immer für den Transport genutzt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts hatte man erstmals eine künstliche Vertiefung vorgenommen, um die Lahn auch für Schiffe mit bis zu 300 Tonnen befahrbar zu machen. Als der mehrstufige Ausbau im 20. Jahrhundert schließlich fertiggestellt war, hatte die Güter-Schifffahrt auf den Flüssen jedoch ihren Höhepunkt bereits überschritten. Heute wird die Lahn vorwiegend von Freizeitbooten und für Kanutouren genutzt. Auch bei Anglern ist die Lahn ein beliebtes Revier, um Forellen, Weißfische, Welse und Aale zu fangen. Die vielen Wehre sorgen vor allem im unteren Bereich der Lahn für ruhige Abschnitte, während der obere Teil nahe der Quelle für seine wilden Strömungen bekannt ist.

Das Lahn-Ufer und seine Besonderheiten

Der Fluss Lahn ist auch deshalb für Bootsausflüge interessant, weil es zahlreiche Möglichkeiten zum Anlegen gibt. Die Ufer sind gesäumt mit Schlössern, Weinschenken, Gasthöfen und artenreichen Naturlandschaften. Weitere Sehenswürdigkeiten entlang des Weges sind die alte Lahnbrücke bei Wetzlar, der Weilburger Schifffahrtstunnel und die Fischtreppen, die ehemals heimische Fische wie den Lachs wieder einbürgern sollen. Kurz vor Marburg wurde zwischen Kernbach und Caldern ein Renaturierungsprojekt gestartet, um die Lahntaler Auen wieder für seltene Tier- und Pflanzenarten wie die Gelbbauchunke und die Kreuzkröte bewohnbar zu machen. Damit wird aber nicht nur ein neuer Lebensraum geschaffen, sondern auch die Hochwassergefahr gedämmt.