RTL-Reporterin taucht in Max Cogas wilde Club-Welt einEin MMA-Kämpfer als Chef! So läuft eine Nacht in der legendären Pik Dame

Max Coga ist nicht nur MMA-Kämpfer, sondern auch Clubchef.
Max Coga ist nicht nur MMA-Kämpfer, sondern auch Clubchef.
RTL
von Jennifer Richter und Denise Gatzweiler

Wild, eng und garantiert nichts für Frühschläfer!
Die Pik Dame mitten im Frankfurter Bahnhofsviertel ist seit Jahrzehnten eine Institution. Mittendrin: MMA-Kämpfer Max Coga (37). Nachts tauscht er den Käfig gegen seinen Club – und RTL-Reporterin Jenny bekommt am eigenen Leib zu spüren, was es bedeutet, hier eine Schicht durchzuhalten.

Max Coga mit direkter Ansage: „Du musst jetzt funktionieren“

22 Uhr. Während sich die ersten Gäste auf eine lange Partynacht einstellen, beginnt für Jenny die Arbeit. Acht Stunden lang begleitet sie Mitarbeiterin Lisa und soll dabei nicht einfach nur zuschauen, sondern selbst mit anpacken. Wie turbulent diese Nacht für Jenny wird und was hinter den Kulissen der Pik Dame wirklich passiert, gibt es auch in der kompletten RTL-Doku auf YouTube zu sehen.

Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt Jenny nicht. Direkt zu Beginn macht Max klar, was in dieser Nacht von ihr erwartet wird: „Wir haben gar keine Zeit. Du musst jetzt funktionieren.“ Und schon geht es für Jenny mitten hinein in den Arbeitsalltag der Pik Dame. Die ersten Gäste stehen bereits vor der Tür, während drinnen noch die Vorbereitungen für die Show laufen.

Teppich auslegen, Nebelmaschinen aufstellen, Getränke vorbereiten – und bloß nicht den Überblick verlieren. Für Jenny geht es von der ersten Minute an Schlag auf Schlag. Und genau das macht die Pik Dame aus. Der Club ist klein, rund 400 Menschen passen hinein. Ist es voll, wird es eng, laut und chaotisch. Max selbst beschreibt seinen Laden als einen Ort, an dem sich die Menschen fallen lassen dürfen: „Wenn du gesittet feiern möchtest, ist die Pik Dame definitiv der falsche Ort.”

Max Coga: vom MMA-Kämpfer zum Clubchef

Doch einer verliert auch mitten im größten Partychaos nicht den Überblick: Max Coga. Der MMA-Kämpfer ist mit der Pik Dame praktisch aufgewachsen. Sein Großvater Hermann Gauß eröffnete den Club 1959, Max verbrachte dort schon als Kind viel Zeit. Seit 2021 führt er das Familiengeschäft gemeinsam mit seinem Vater Oliver und seinem Onkel Thorsten in dritter Generation weiter. Aus dem früheren Cabaret und Animierlokal ist inzwischen ein moderner Club geworden – die enge Verbindung zur Familie und zur Geschichte des Hauses ist aber geblieben.

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Max selbst ist nach eigenen Angaben praktisch jede Nacht in seinem Club, dreht seine Runden und kontrolliert, ob alles so läuft, wie er es sich vorstellt. Für Jenny bedeutet das: Der Chef schaut genau hin. Als sie sich mitten in der Schicht eine kurze Pause gönnt, dauert es nicht lange, bis Max sie entdeckt. Seine klare Ansage: Drinnen wird sie gebraucht. Später fällt Jennys Urteil eindeutig aus: „Boah, der ist streng. Der Max ist richtig streng.“

Für Außenstehende mag die Nacht irgendwann nur noch wie pures Chaos wirken. Für Jenny wird während ihrer Schicht allerdings klar: Hinter allem steckt ein genaues System. Wer bringt welche Getränke an welchen Tisch? Wer kümmert sich um die Gäste? Wann muss die nächste Bestellung vorbereitet werden? Jeder im Team weiß, was zu tun ist.

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Besonders beeindruckt ist Jenny von Lisa. Die Mitarbeiterin bewegt sich scheinbar mühelos durch die Menschenmassen, kennt Gäste, Abläufe und Kollegen. Was für andere einfach ein Arbeitsplatz wäre, ist für sie viel mehr. Lisa kam 2021 zunächst selbst als Gast in die Pik Dame. Der Club habe ihr damals durch eine schwere Zeit geholfen. Heute sagt sie über ihren Arbeitsplatz: „Es ist Familie.“

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Plötzlich wird aus Party Ernst

Doch eine Nacht im Frankfurter Nachtleben besteht nicht nur aus Musik, Drinks und ausgelassener Stimmung. Mitten in der Nacht verletzt sich draußen ein betrunkener junger Mann am Kopf. Das Team reagiert sofort, Polizei und Krankenwagen werden gerufen. Kurz darauf ist die Situation unter Kontrolle. Genau auf solche Situationen müsse man vorbereitet sein, erklärt Max. Wer in seinem Club arbeitet, brauche vor allem Geduld, Flexibilität und Belastbarkeit.

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Und die braucht auch Jenny. Um vier Uhr morgens ist immer noch nicht Schluss. Denn wenn für die Gäste die Party vorbei ist, beginnt für das Team der letzte Kraftakt: aufräumen. Statt im Bett zu liegen heißt es für Jenny Gläser einsammeln, sauber machen und den Club schon wieder für die nächste Nacht vorbereiten. Als gegen 5.45 Uhr endlich der Hunger übernimmt, gibt es nur noch einen Gedanken: Döner. Danach holt Jenny gemeinsam mit Lisa Essen für das Team. Erst gegen 6.15 Uhr ist tatsächlich Feierabend.

Jennys Fazit nach dieser Nacht: wild, verrückt und deutlich härter, als sie es sich vorgestellt hatte. Gleichzeitig erlebt sie, wie viel Arbeit Max, Lisa und das gesamte Team investieren, damit die Gäste am Ende genau das bekommen, wofür sie gekommen sind: eine Nacht, die sie nicht so schnell vergessen.

Verwendete Quellen: RTL