Folge der wochenlangen DürreSensation am Flussgrund! Donau-Niedrigwasser legt Mammut-Knochen frei

Es ist ein spektakulärer Blick in die Eiszeit!
Ein historischer Tiefstand der Donau hat in Bulgarien einen aufsehenerregenden Fund zutage gefördert. Nahe der Ortschaft Ryahovo entdeckte ein Anwohner im ausgetrockneten Flussbett riesige Knochen. Experten sind sich sicher: Es handelt sich um die Überreste eines Mammuts, das vor zehntausenden Jahren hier lebte.
Mammut taucht in der Donau auf
Was als gewöhnlicher Spaziergang am Ufer der Donau begann, endete mit einer Entdeckung für die Geschichtsbücher. Einem Anwohner fielen im freigelegten Flussbett ungewöhnlich große Knochen auf, berichten bulgarische Medien. Der Mann alarmierte umgehend die Behörden, woraufhin Experten des Regionalen Historischen Museums aus der nahegelegenen Stadt Ruse anrückten.
Die erste Einschätzung der Fachleute vor Ort bestätigte den außergewöhnlichen Verdacht. Museumsdirektor Nikolay Nenov teilte mit, dass es sich bei den Fundstücken um einen Unterkiefer, zwei Stoßzähne und vermutlich eine Rippe eines Mammuts handelt.. Ersten Vermutungen zufolge sollen die Überreste von einem Wollhaarmammut (Mammuthus primigenius) stammen. Diese Giganten der Eiszeit erreichten eine Schulterhöhe von fast fünf Metern und wogen bis zu acht Tonnen. Die Spezies lebte in einem Zeitraum, der von vor 800.000 bis vor etwa 10.000 Jahren reichte.
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Die Knochen sollen nun geborgen und in Laboren genau untersucht werden, um ihr exaktes Alter und die genaue Mammutart zu bestimmen. Der Zustand der Knochen drängt zur Eile: Nach Jahrtausenden im Wasser beginnen sie an der Luft schnell zu zerfallen.
Die Fachleute gehen davon aus, dass das Tier früher in Nordbulgarien lebte. Der Fundort gilt unter Historikern seit Langem als ehemaliges Sumpfgebiet. Dort, so vermuten sie, könnte das Mammut vor Tausenden von Jahren verendet sein und im nassen Untergrund konserviert worden sein.
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Obwohl die Region um Ryahovo als reich an Fossilien prähistorischer Tiere gilt, ist jeder neue Fund von großer Bedeutung. „Ich würde es nicht als Sensation bezeichnen, aber jede Entdeckung derart alter Überreste ist sehr wichtig für die Wissenschaft“, erklärte Nenov gegenüber der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA. Solche Überreste aus der Eiszeit seien für Forscher wie ein Fenster in die Vergangenheit. Sie helfen dabei, die damaligen Klimabedingungen, die Vegetation und die Tierwelt vergangener Zeiten zu rekonstruieren.
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Dürre als Auslöser für die Entdeckung
Möglich wurde dieser Fund erst durch die extremen Wetterbedingungen der letzten Wochen. Anhaltende Hitzewellen und Dürre haben die Pegel der Donau in ganz Europa auf Rekordtiefs sinken lassen. Das zurückweichende Wasser legte nicht nur Sandbänke frei, sondern eben auch die jahrtausendealten Geheimnisse am Grund des Flusses.
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Laut Bürgermeisterin Hristina Ivanova wurden hier über die Jahre schon verschiedenste Überreste von Tieren, Gefäßen und anderen Objekten entdeckt. Eine besondere Kuriosität sind versteinerte Bäume, darunter Palmen, die ebenfalls Millionen Jahre alt sind. Ein Experte berichtete von einem Fall, bei dem eine Firma einen solchen versteinerten Baumstamm ahnungslos als Türstopper benutzte, bevor er schließlich als wertvolles Exponat im Museum landete.
Das extreme Niedrigwasser der Donau, das auch die Schifffahrt behindert und zuletzt zur Evakuierung eines Kreuzfahrtschiffes führte, erweist sich somit als unerwarteter Glücksfall für die Wissenschaft. Nach der Konservierung und Untersuchung sollen die Mammut-Knochen, sofern ihr Zustand es erlaubt, im Ökomuseum in Ruse ausgestellt werden und der Öffentlichkeit einen Einblick in die ferne Vergangenheit der Region gewähren.
Verwendete Quellen: Berliner Zeitung, BTA
































