Live-Ticker: Mordprozess um getöteten FabianBei diesen Worten der Angeklagten kann sich Fabians Mutter ein Lachen nicht verkneifen

Fabians Mutter Dorina L. im Gerichtssaal
Fabians Mutter Dorina L. sitzt neben ihrer Anwältin im Gerichtssaal in Rostock. Sie muss als Zeugin im Mordprozess um ihren toten Sohn aussagen.
RTL

Gina H. bricht ihr Schweigen!
Im Prozess um den getöteten Fabian aus Güstrow äußert sich am 24. August erstmals die Angeklagte vor dem Landgericht Rostock. Die Anklage wirft ihr vor, den Achtjährigen mit einem Messer getötet zu haben. Fabian verschwand am 10. Oktober 2025 und wurde vier Tage später tot aufgefunden – ausgerechnet von Gina H. selbst. Alle Entwicklungen im Prozess lest ihr im Live-Ticker auf RTL.de.

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Wichtige Updates
Johanna Kroke

Gina H. lässt kein gutes Wort an Fabians Mutter

Als die 30-Jährige nach dem Leichenfund von der Polizei zum ersten Mal befragt wird, findet sie nicht nur harte Worte über den getöteten Fabian – sondern auch über dessen Mutter Dorina L. „Wir kannten uns alle aus der Schule. Ich habe sie nie gemocht", sagt Gina H. in der Aufnahme der Befragung.

Im Saal des Landgerichts Rostock sitzt Fabians Mutter währenddessen kerzengrade auf ihrem Platz, blickt angestrengt auf die Leinwand. Die Angeklagte Gina H. unterhält sich währenddessen mit ihrem Verteidiger Andreas Ohm. Sie gehen zusammen Unterlagen durch. 

Im Befragungsvideo packt die 30-Jährige währenddessen weiter über die Familiensituation aus.  „Ich hatte einen hohen Stellenwert für Fabian. Ich war ihm wichtiger als ihr Papa", behauptet sie. Matthias R. habe kein Sorgerecht, sondern nur ein halbes Aufenthaltsbestimmungsrecht für Fabian gehabt. Als Fabian seinen Vater nicht mehr sehen wollte, habe Gina H. zu Dorina L. gesagt: „Wenn er mich sehen möchte, hole ich ihn gerne ab. Dann kann er mit J. spielen". 

Vor seinem Tod will Gina H. Fabian jedoch zuletzt in den Sommerferien gesehen haben, gibt sie in der Befragung an. „Ein Dienstag war das. Wir waren in Reimershagen, im Stall, wir waren am See baden, es war sehr heiß. Dann waren wir in Güstrow bei McDonald's Abendessen und dann habe ich ihn nach Hause gebracht". 
Johanna Kroke

„Gerade Fabian hat viel ein falsches Spiel gespielt" 

Im Video der Befragung vom 14. Oktober 2025 geht es darum, welchen Platz Fabian im Alltag von Gina H. eingenommen hat. Dabei findet die 30-Jährige in der Befragung harte Worte. Sie berichtet der Kommissarin, dass Fabian wochenweise bei der Mutter und beim Vater gewesen sei. Matthias R. „war nicht immer fair den Kindern gegenüber“, sagt sie.

Gerade Fabian hat viel ein falsches Spiel gespielt. Er hat uns oft ausgespielt." Auf die Frage, was Fabian damit habe bezwecken wollen, hat Gina H. keine genaue Antwort. 

Fabian sei ein Grund für Streitigkeiten zwischen ihr und Matthias R. gewesen, erklärt Gina H. in dem Befragungsvideo. Sie habe Fabian gesagt, er solle damit aufhören, sonst dürfe er nicht mehr zu ihr und Matthias kommen und müsse bei der Mutter bleiben. „Fabian war auch sehr aggressiv im Kindergarten. Hat auch mal eine Scheibe eingeschlagen. Er hatte ein großes Aggressionspotenzial in sich". 

Im Saal schüttelt Fabians Mutter wieder den Kopf und verdreht die Augen. Als Gina H. im Video noch einen drauflegt, kann Dorina L. sich ein Lachen nicht mehr verkneifen: Fabian habe Gina H. „Mama“ genannt. "Ich hatte einen hohen Stellenwert für Fabian. Ich war ihm wichtiger als ihr Papa", sagt Gina H. in dem Video aus.
Johanna Kroke

Gina H. spricht in erster Befragung von Gewalt durch Fabians Vater

Im Befragungsvideo erklärt Gina H. der Kommissarin, warum sie sich nicht einfach von Fabians Vater getrennt habe. „Ich bin leider ein Herzensmensch. Wenn ein Herz daran hängt, bleibe ich", sagt sie in der Aufnahme. Das sei auch schon bei dem „Erzeuger“ ihres Sohnes so gewesen, obwohl sie in der Beziehung Gewalt erlebt habe.

Auch durch den Vater von Fabian, Matthias R., habe Gina H. Gewalt erfahren, sagt sie in der Befragung.  "Er hat mich bei unserem ersten Weihnachten auf der Weihnachtsfeier betrogen. Das habe ich ihm auch verziehen. Dann haben wir Weihnachten für die Kinder Happy Family gemacht.“ Sie spricht immer wieder über Tätlichkeiten. „Er hat mich die Treppe heruntergestoßen".

An dieser Stelle unterbricht der Richter die Aufnahme und wendet sich an die Kommissarin, ob die Vorwürfe von H. überprüft habe. Die Kommissarin erklärt, dass es eine Anzeige von Gina H. gegen den Kindsvater ihres Sohnes J. gab, gegen Matthias R. aber nicht.

Die Gewalt habe später in der Beziehung nachgelassen, so H. in der Befragung. 

Fabian (8) aus Güstrow verschwand am 10. Oktober 2025. Vier Tage später wurde seine Leiche von der Angeklagten Gina H. an einem Tümpel in einem Waldstück bei Klein Upahl gefunden. Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Laut der Anklage starb Fabian durch mehrere Messerstiche. Der Leichnam soll teilweise verbrannt worden sein, offenbar um Spuren zu verwischen.

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Anfang November 2025 wurde Gina H., die ehemalige Partnerin von Fabians Vater, als Tatverdächtige festgenommen. Gegen sie wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen, seither befindet sie sich in Untersuchungshaft. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll sie Fabian am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter gelockt, mit ihm zu einem abgelegenen Tümpel nahe Klein Upahl gefahren und ihn dort mit mehreren Messerstichen getötet haben. Anschließend soll sie versucht haben, Spuren zu verwischen, indem sie den Leichnam in Brand setzte. Diese Vorwürfe sind bislang nicht rechtskräftig festgestellt.