Alle Infos in unserem Live-TickerNaturschutzgebiet Hohes Venn steht in Flammen – schon 850 Hektar zerstört

Waldbrand im Hohen Venn
Rauchsäulen steigen über dem Naturschutzgebiet Hohes Venn in den Himmel.
Thomas Banneyer/dpa

Hunderte Helfer kämpfen weiter gegen die Feuerwalze im Hürtgenwald!
Rund 300 Hektar sind von dem Großbrand in der Eifel betroffen, die Bewohner von Gey können weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Tag und Nacht kämpfen die Helfer gegen die Flammen – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich mindestens bis Montag dauern. Alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand in NRW lest ihr hier im Live-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Svenja Hoffmann

Waldbrand im Hohen Venn

Durch einen Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn im Osten Belgiens nahe der deutschen Grenze sind Behördenangaben zufolge bislang fast 850 Hektar Fläche zerstört worden. Die Löscharbeiten dauerten an, teilte der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, am Samstag im Onlinedienst Facebook mit. 

Das Feuer war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und hatte sich in der Nacht rasch ausgebreitet.
Verstärkung aus ganz Belgien sowie aus Deutschland wurde mobilisiert. Der belgische Verteidigungsminister Theo Francken erklärte, drei Löschfahrzeuge seien auf dem Weg, um Unterstützung zu leisten. Die Behörden riefen zunächst nicht zu Evakuierungen auf.
Wie ein großer Teil Europas hatte auch Belgien in den vergangenen Tagen unter einer neuen Hitzewelle zu leiden. Wissenschaftlern zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden.
Svenja Hoffmann

Merz telefoniert mit Landrat von Waldbrandgebiet in NRW

Angesichts des anhaltenden Waldbrands in Nordrhein-Westfalen hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die aktuelle Lage informiert. In einem Telefonat habe der Dürener Landrat Ralf Nolten den Bundeskanzler am Samstagmorgen über den Stand in den Brandgebieten unterrichtet, teilte der Landkreis mit. Merz habe sich in dem Gespräch „ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedankt“.
Der Bund habe zudem weitere Löschhubschrauber zur Verfügung gestellt, erklärte der Landkreis Düren. Damit stünden nun zehn Hubschrauber der Bundespolizei, Landespolizei und der Bundeswehr zur Verfügung.
Bereits am Freitag hatte Kanzler Merz mitgeteilt, dass er über die Entwicklung in den Brandgebieten laufend unterrichtet werde. Bundeswehr und Bundespolizei würden „wo immer möglich“ Hilfe leisten.
Der große Waldbrand bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen hatte sich nach Behördenangaben in der Nacht zum Samstag nicht weiter ausgebreitet. Insgesamt kämpften 1.400 Einsatzkräfte unter anderem mit Hilfe von Löschhubschraubern gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland, wie der Landkreis Düren mitteilte. Der in der Nacht zum Freitag geräumte Ortsteil Gey bleibe vorerst aus Sicherheitsgründen evakuiert.
Bundesweit kämpfen Einsatzkräfte bei anhaltend heißem und trockenem Wetter seit Tagen gegen zahlreiche Wald- und Flächenbrände. In weiten Teilen des Landes herrschen aktuell Temperaturen von weit mehr als 30 Grad. Am Samstag ist dem Deutschen Wetterdienst zufolge mit Regenfällen zu rechnen. 
Svenja Hoffmann

Wuppertaler Feuerwehr hilft im Hürtgenwald

Die Feuerwehr Wuppertal ist seit dem frühen Samstagmorgen im Hürtgenwald im Kreis Düren im Einsatz. Gemeinsam mit Kräften aus Solingen und Remscheid haben sich gegen 4.30 Uhr 44 Einsatzkräfte aus Wuppertal auf den Weg in die Eifel gemacht.
 
Dort brennt eine ausgedehnte Waldfläche Die Bezirksregierung hat am späten Freitagabend die „Bereitschaft 5“ angefordert. Das ist ein Einsatzverband der Feuerwehren im Bergischen Städtedreieck, die bei überörtlichen Lagen hilft. Sie umfasst 33 Fahrzeuge und über 120 Einsatzkräfte. Dazu gehören unter anderem drei komplette Löschzüge je Feuerwehr, in diesem Fall ergänzt durch Tanklöschfahrzeuge, mit denen die Wasserversorgung bei Waldbränden sichergestellt wird. 

Inzwischen hat der Einsatz in der Gemeinde Hürtgenwald für die Wuppertaler Feuerwehrleute begonnen, er wird voraussichtlich über zwölf Stunden dauern. Unter ihnen sind vor allem ehrenamtliche Kräfte verschiedener Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr. 
Svenja Hoffmann

Weiterhin kein Regen in Sicht!

Die Wetterlage in Hürtgenwald bleibt vorerst stabil. Gewitter könnten die Situation am Nachmittag womöglich verändern.
Im Kampf gegen den großen Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel können die Einsatzkräfte auch am Samstag nicht mit Regen rechnen. Für Nordrhein-Westfalen sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) keinen flächendeckenden Regen voraus. Laut einer Meteorologin soll der Wind im Laufe des Tages zunehmen und in Richtung Nordwest drehen. Dabei bleibt der Wind aber eher schwach bis mäßig bei Geschwindigkeiten zwischen etwa zwölf bis 28 Kilometer pro Stunde. 
Die Hitze könnte wie bereits in den vergangene Tagen den Einsatzkräften wieder einiges abverlangen: Für Nordrhein-Westfalen rechnet der DWD mit Höchstwerten zwischen 29 und 34 Grad. 
Lokale Gewitter am Nachmittag möglich
Gegen Nachmittag sollen laut der Meteorologin vereinzelt Gewitter im Bergland aufziehen. Dabei könnte es dann auch zu Sturmböen kommen, die die Flammen weiter anfachen können. Ob die Gewitter mit den Sturmböen aber in der Eifel entstehen, sei unklar. Gut möglich sei auch, dass diese auch nur im Sauerland entstehen. Eine genauere Vorhersage der Gewitter sei nicht möglich, so die Wetterfachfrau. 

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Seit Donnerstagnachmittag stehen in der Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren inzwischen etwa 30 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hat sich in der Nacht zum Freitag (14. August) deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen mussten deshalb bereits ihre Häuser verlassen.