Alle Infos in unserem Live-TickerSie arbeiten bis zur Erschöpfung! Feuerwehrleute kämpfen ununterbrochen gegen die Flammen

Waldbrand im Hürtgenwald
Ununterbrochen kämpfen Einsatzkräfte gegen die Flammen.
Federico Gambarini/dpa

Hunderte Helfer kämpfen weiter gegen die Feuerwalze im Hürtgenwald!
Rund 300 Hektar sind von dem Großbrand in der Eifel betroffen, die Bewohner von Gey können weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Tag und Nacht kämpfen die Helfer gegen die Flammen – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich mindestens bis Montag dauern. Alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand in NRW lest ihr hier im Live-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Svenja Hoffmann

NRW-Innenminister Reul: „Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht“

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte bei einem Besuch vor Ort, er habe so etwas noch nie gesehen. „Das macht einen schon unheimlich unruhig“, sagte er. „Das ist ja klar. Ich denke an die Menschen, die hier leben und die um ihr Häuschen fürchten. Um die müssen wir uns jetzt kümmern, und diesen Job, den erfüllen all diese 1.400 Leute, die hier unterwegs sind. Alle helfen mit, ich finde das grandios. Und darüber hinaus viele Freiwillige. Es ist doch ein Hammer, zu erleben, wie viel Bereitschaft in unserem Bundesland ist, sich untereinander zu helfen.“

Mit Verärgerung reagierte Reul auf Kritik an der Organisation der Maßnahmen und die Forderung nach Löschflugzeugen. „Diese Mäkeleien  –  ich habe keine Lust mehr darauf“, wetterte der 73-Jährige. „Bitte Nörgeln nachher. Ende, aus. Die Leute interessiert, ob wir deren Häusern sichern können. Das andere ist denen vollkommen wurscht. Und die Frage von Flugzeugen, das hab' ich schon zehnmal diskutiert. Das ist nicht so einfach in unserem Bundesland, da wir keine großen Flächen haben, wo getankt werden kann. Das ist so blauäugig wie noch was.“

Reul appellierte an alle Bürger, sich jetzt von Wäldern fernzuhalten: „Es ist einfach irre, dass man jetzt in Wäldern rumläuft“, kritisierte er. „Jeder weiß, das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten. Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht. Und darüber muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen, einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem. Und jetzt müssen die 1.400 Leute versuchen, das in den Griff zu kriegen."
 
Svenja Hoffmann

Feuer im Hürtgenwald: Karl Lauterbach teilt Kindheitserinnerungen

Der verheerende Brand im Hürtgenwald in NRW lässt niemanden kalt, auch nicht Karl Lauterbach. Auf Instagram teilt er am Samstag eine Kindheitserinnerung: 
„Im Hürtgenwald haben wir als Kinder gespielt. Er ist dunkel, dicht und uneben mit vielen Kratern. Für uns als Kinder ein Paradies.“ 
Es sei traurig, „dass er jetzt abbrennt“ und er hoffe, dass wenigstens die Dörfer drumherum verschont bleiben. 
Svenja Hoffmann

Abkühlung nach Hitzetagen erwartet

Nach heißen Tagen bringt eine Kaltfront am Wochenende Abwechslung für die Temperaturen in NRW. Der Deutsche Wetterdienst sagt einen kühleren Wochenstart voraus.
Die Temperaturen sollen am Sonntag in Nordrhein-Westfalen mit 24 bis 28 Grad wieder etwas kühler werden. Vorher bleibt das Wochenende mit Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Samstag in fast allen NRW-Städten und Kreisen allerdings noch sehr warm. Vor allem in der Südhälfte des Bundeslandes wird eine starke Wärmebelastung erwartet. 
Ab Samstagnachmittag kann es durch die herein schwenkende Kaltfront im Nordwesten und im Bergland vereinzelnd zu Schauern und Gewittern kommen. Sturmböen und Starkregen werden nach Angaben der Meteorologen dabei nicht ausgeschlossen. Bis auf den Süden NRWs bleiben die Gewitteraussichten für den Sonntag gering.

Temperaturen sinken zum Wochenstart weiter
Mit Höchstwerten zwischen 20 und 24 Grad startet die kommende Woche vergleichsweise kühl. Der Montag bleibt bewölkt und bringt zeitweise leichten Regen. In der Nacht kühlt es dann bis auf 12 Grad ab. Ähnlich wird das Wetter für den Dienstag erwartet: Bei Temperaturen von maximal 25 Grad ist laut DWD mit Wolken und mäßigem bis teils stark böigem Wind zu rechnen. Nachts sinken die Temperaturen auf 17 bis 13 Grad, gebietsweise ist Regen möglich.
 
Svenja Hoffmann

„Danke für euren Einsatz!"

Dieser Waldbrand verlangt den Einsatzkräften alles ab. Rund 1400 Kräfte kämpfen am Samstagmorgen im Hürtgenwald gegen die Flammen, wie der Kreis Düren mitteilt. Viele von ihnen sind seit Stunden im Dauereinsatz. Bereits am Freitagabend trafen rund 200 frische Kräfte ein, um Feuerwehrleute nach einem 24-Stunden-Einsatz abzulösen.
Und immer neue Unterstützung rückt an. Seit dem frühen Samstagmorgen hilft auch die Feuerwehr Wuppertal. Gegen 4.30 Uhr machten sich 44 Einsatzkräfte gemeinsam mit Helfern aus Solingen und Remscheid auf den Weg in die Eifel. Der angeforderte Verband aus dem Bergischen Städtedreieck umfasst insgesamt mehr als 120 Kräfte und 33 Fahrzeuge. Für die Wuppertaler Feuerwehrleute wird allein dieser Einsatz voraussichtlich mehr als zwölf Stunden dauern. Unter ihnen sind vor allem Ehrenamtliche der Freiwilligen Feuerwehr.
Wie belastend und gefährlich die Löscharbeiten sind, zeigt auch diese Zahl: Fünf Einsatzkräfte wurden bislang verletzt, teilte der Kreis Düren mit. Trotzdem wird rund um die Uhr weitergearbeitet. Nachts erschweren Dunkelheit und Rauch den Kampf gegen die Boden- und Wipfelfeuer zusätzlich.
Am Samstagmorgen sind auch die Löschhubschrauber wieder im Einsatz. Der Brandherd hat sich bislang nicht weiter vergrößert. Allerdings zieht Wind aus Norden auf. Wie sich dieser auf die Lage auswirken wird, ist derzeit noch unklar.
Anwohner drücken den Einsatzkräften ihre Dankbarkeit aus.
Anwohner drücken den Einsatzkräften ihre Dankbarkeit aus. Federico Gambarini/dpa

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Seit Donnerstagnachmittag stehen in der Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren inzwischen etwa 30 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hat sich in der Nacht zum Freitag (14. August) deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen mussten deshalb bereits ihre Häuser verlassen.