Stammzellenspender dringend gesuchtJulies Vater bei RTL: „Ich habe Angst um meine Tochter!”

Findet ihre Familie am Sonntag Julies Retter?
Die 17-jährige Schülerin, Julie, ist zum zweiten Mal in ihrem Leben an Blutkrebs erkrankt. Seit Jahren kämpft sie so tapfer gegen ihr Schicksal und hofft am Wochenende, dass das Glück in ihr Leben zurückkommt. Denn am Sonntag gibt es eine große DKMS-Typisierungsaktion für sie in Andernach. Julie braucht nämlich dringend einen Stammzellenspender. Im Gespräch erzählt ihr Vater RTL exklusiv, wie es um Julie steht, von was sie träumt und wie groß noch die Hoffnung auf ein Wunder ist.

Julie Schmitt lehnt im Krankenbett, ihr Kopf an die Schulter ihres Vaters gelehnt. Das Vater-Tochter-Gespann aus Andernach hat in den letzten Monaten viel zu viel Zeit in Krankenhäusern verbracht. Beide träumen davon, wieder mit Hund Charlie am Rhein entlangzuspazieren oder auch bei vollständiger Gesundheit ein Konzert von Julies Idol Billie Eilish („Soft Kissing Hour”) mitzuerleben. Ein ganz entscheidender Tag kann dafür der Sonntag (10 bis 16 Uhr, Turnhalle Andernach-Namedy) werden, wenn die DKMS mithilfe des helfenden Karnevalsvereins „NKG”, im Rahmen einer Registrierungsaktion einen potenziellen Spender findet.
Die junge, aber großartige Kämpferin erhielt 2024 die schockierende Diagnose: Leukämie. Zunächst schlugen die Therapien an. Es sah so aus, als befinde sich die bissige Erkrankung im Rückzug, doch im Februar 2026 kehrt der Krebs zurück, ausgerechnet am Weltkrebstag. Die Hoffnung: eine Stammzellspende von einer bisher unbekannten Person, die zufällig dieselben Gewebemerkmale trägt wie Julie. Vater Viktor Pegler: „Es muss irgendwo auf der Welt einen genetischen und gesunden Zwilling geben, der eine Stammzellenspende freiwillig abgibt.”
Julie: „Ich habe Angst vor dem nächsten Chemoblock”
Vor wenigen Tagen durfte Julie die Klinik in Koblenz verlassen, seitdem versorgen ihre Tante und ihr Vater sie. Bis es in vier Wochen wieder zu einer Chemotherapie geht. Darauf folgt eine Antikörpertherapie, ehe Julie am Universitätsklinikum Gießen/Marburg auf eine mögliche Stammzelltransplantation vorbereitet wird. Die Schülerin zu RTL: „Ich habe Angst vor dem nächsten Chemoblock. Aber auch vor allem, was in den nächsten Wochen auf mich zukommt. Ich weiß, was der erste Chemoblock mit mir gemacht hat und versuche, nicht daran zu denken.“
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Weil Julie sich aktuell nicht wohlfühlt, spricht ihr Vater für sie mit RTL: „Bei der ersten Diagnose ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Jetzt, mit dem Rückfall, habe ich große Angst um meine Tochter.“ Er beschreibt im Gespräch seine Tochter so liebevoll und kämpferisch: „Julie ist ein ruhiger, sehr gewissenhafter und bedachter Mensch. Sie ist zielstrebig, aber schiebt unangenehme Dinge gerne auf. Unter Leistungsdruck funktioniert sie eigentlich am besten. Mit Tieren hat sie viel lieber zu tun als mit Menschen. Sie hat aber eine kleine Freundesgruppe, die ihr sehr wichtig ist, und die sieht sie so oft, wie es geht.”
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Nach dem Blutbild im Herbst 2024 und der erschütternden Diagnose war es ein Schock für die Familie. Vater Viktor zu RTL: „Zuerst wussten wir ja noch nicht, welche Form der Leukämie es ist. In meiner Tätigkeit als Pfleger habe ich im Krankenhaus, das ein oder andere Mal Patienten unter Chemotherapie versorgt und hatte daher einfach nur große Angst vor dem, was jetzt kommt. Jetzt, mit dem Rezidiv, habe ich tatsächlich große Angst um ihr Leben.” Auch Mutter Katja Schmitt leidet mit ihrer Tochter, machte sogar den Kosmetiksalon dafür zu. Mit der Kraft der Familie wollen sie die Heilung ihrer Tochter schaffen und hoffen auf den Sonntag.
Familienvater Viktor erzählt abschließend: „Seit dem Rezidiv sind wir ausschließlich stationär in Behandlung. An Tagen, wo es Julie nicht gut geht, was zurzeit definitiv die Mehrheit ist, sind wir froh, hier zu sein und dankbar, dass sie diese Überwachung hat, aber die Tage, wo sie sich besser fühlt, sind vergleichbar mit einem Gefängnis. Trotzdem versucht hier natürlich jeder alles, damit es uns und gerade Julie so gut wie möglich geht, dennoch ist Zuhause immer am schönsten.” Wird also Zeit, dass Julie dank einer passenden Spende so schnell wie möglich aus dem „Gefängnis” kommt und dann zur Musik von Billie Eilish mit Hund Charlie wieder tanzen kann.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, www.dkms.de/julie



