Spendenkampagne soll dem Mädchen eine neue Therapie ermöglichenAlles begann mit einem kleinen Knoten in der Schläfe! Jetzt kämpft Ottilie (1) um ihr Leben

Für James und Sophie Rushby, die Eltern von Ottilie (1), begann der Albtraum mit einer scheinbar unscheinbaren Veränderung.
Anfang Mai bemerkten die Eltern bei ihrer kleinen Tochter einen Knoten an der Schläfe. Was zunächst wie eine harmlose Schwellung wirkte, entwickelte sich innerhalb weniger Stunden zu einer Diagnose, die das Leben der Familie grundlegend veränderte.
Ärzte entdeckten einen großen Tumor im Schädel der kleinen Ottilie
Wie die Organisatoren einer GoFundMe-Kampagne, die Geld für eine neuartige Therapie sammelt, schreiben, suchten die Eltern am 8. Mai mit ihrer Tochter einen Arzt auf. Dieser überwies das Kind umgehend ins Krankenhaus. Dort brachte eine Computertomografie die erschütternde Wahrheit ans Licht: Ärzte entdeckten einen großen Tumor im Schädel der kleinen Ottilie.
Nach Angaben der Spendenseite wurde Ottilie anschließend in das Queen’s Medical Centre im englischen Nottingham gebracht. Weitere Untersuchungen bestätigten die Diagnose eines Hochrisiko-Neuroblastoms. Dabei handelt es sich um eine seltene und aggressive Krebserkrankung, die vor allem Säuglinge und Kleinkinder betrifft. Besonders dramatisch: Der Krebs hatte sich bereits auf den Schädel, die Wirbelsäule und das Knochenmark ausgebreitet. Wie die US-Zeitschrift PEOPLE berichtet, erfuhren die Eltern innerhalb weniger Tage, dass ihre zuvor völlig gesund wirkende Tochter schwer erkrankt ist. Vater James Rushby schilderte die Situation als einen Moment, der die Familie vollkommen aus der Bahn geworfen habe.
Eine Tortur für das kleine Mädchen
Noch bevor Ottilie ihren zweiten Geburtstag feiern konnte, musste sie zahlreiche medizinische Eingriffe über sich ergehen lassen. Nach Angaben der GoFundMe-Kampagne erhielt sie innerhalb weniger Tage fünf Vollnarkosen. Hinzu kamen MRT-Untersuchungen, Biopsien, Knochenmarktests, Hörtests, Augenuntersuchungen sowie Herzuntersuchungen. Außerdem wurde ein zentraler Venenzugang gelegt, um die weitere Behandlung durchführen zu können. Am 21. Mai begann schließlich die intensive Chemotherapie. Diese markiert erst den Anfang eines langen Behandlungswegs.
Wie die Organisatoren der Kampagne schreiben, rechnen die behandelnden Ärzte mit einer Therapiezeit von mindestens zwölf bis 18 Monaten. In dieser Zeit stehen weitere Chemotherapien, Operationen, Bluttransfusionen, Stammzelltransplantationen, Bestrahlungen und Immuntherapien auf dem Behandlungsplan. Trotz der enormen Belastungen beschreiben Familie und Freunde Ottilie als außergewöhnlich starkes Kind. Nach Angaben ihrer Eltern zeigt sie selbst nach den ersten schweren Behandlungen weiterhin Lebensfreude, spielt, lacht und versucht, ihren Alltag so normal wie möglich zu gestalten.
Hoffnung auf neue Behandlung in New York
Neben der laufenden Behandlung in Großbritannien setzt die Familie ihre Hoffnung auf eine zusätzliche Therapieoption in den USA. Wie die Organisatoren der Spendenseite erklären, wird am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York derzeit ein Impfstoffansatz erprobt, der Rückfälle bei Neuroblastom-Patienten verhindern soll. Diese Behandlung steht derzeit nicht regulär im Vereinigten Königreich zur Verfügung. Deshalb sammelt die Familie Spenden, um mögliche Reise-, Behandlungs- und Nebenkosten finanzieren zu können. Nach Angaben der GoFundMe-Seite sollen die Gelder außerdem die medizinische Versorgung, die Lebensqualität von Ottilie und die Unterstützung der gesamten Familie während der Therapie sichern.
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Tausende Menschen zeigen Solidarität
Die Geschichte der kleinen Ottilie bewegt inzwischen Menschen weit über das Umfeld der Familie hinaus. Innerhalb weniger Tage kamen auf der GoFundMe-Plattform mehr als 75.000 Pfund zusammen. Rund 1.700 Menschen beteiligten sich bislang an der Aktion. Das ursprüngliche Spendenziel liegt bei 300.000 Pfund. Die große Resonanz zeigt, wie sehr das Schicksal des kleinen Mädchens Menschen berührt. Zahlreiche Unterstützer hinterlassen Nachrichten, in denen sie der Familie Kraft und Hoffnung wünschen.
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Neuroblastome entstehen aus unreifen Nervenzellen und gehören zu den häufigsten Krebsarten bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Erkrankung ist jedoch insgesamt selten. Je nach Ausbreitung und biologischen Eigenschaften des Tumors unterscheiden sich die Heilungschancen erheblich. Besonders anspruchsvoll sind sogenannte Hochrisiko-Neuroblastome, bei denen häufig intensive und langwierige Therapien notwendig sind.
Für Ottilie und ihre Familie steht nun eine monatelange Behandlung bevor. Doch trotz aller Unsicherheiten halten ihre Eltern an einem Ziel fest: ihrer Tochter jede mögliche Chance auf Heilung zu ermöglichen. Während Ärzte um das Leben des kleinen Mädchens kämpfen, hoffen Familie, Freunde und Tausende Unterstützer darauf, dass Ottilie diesen schweren Weg erfolgreich meistern kann.
Verwendete Quellen: GoFundMe, people.com



