Warnung vor EinbrechernSieht aus wie Dreck: Dieser Faden an der Tür kann ein Einbruchszeichen sein

Einbruchsaison geht los!
Ein dünner Faden zwischen Tür und Rahmen kann leicht übersehen werden. Doch die Polizei warnt: Kriminelle könnten damit prüfen, ob Bewohner zu Hause sind – besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit.
Klebefaden an der Haustür: Polizei warnt vor neuer Einbruchsmasche
Ein kleiner Klebefaden zwischen Haustür und Türzarge kann wie Schmutz oder ein Spinnennetz aussehen. Nach Angaben der Polizei kann er aber auch ein Hinweis auf eine mögliche Einbruchsmasche sein.

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Die Idee dahinter: Unbekannte befestigen den Faden so, dass er beim Öffnen der Tür reißt oder sich verschiebt. Kommen sie später zurück und der Faden ist beschädigt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass jemand in der Wohnung oder im Haus war. Bleibt er dagegen unberührt, könnten Täter daraus schließen, dass die Bewohner länger abwesend sind.
Die Methode ähnelt dem bekannten Klebefolien-Trick. Dabei werden kleine Folien- oder Plastikstreifen zwischen Türblatt und Rahmen geklemmt. Auch sie sollen zeigen, ob eine Tür in der Zwischenzeit geöffnet wurde.
Polizei rät zu Aufmerksamkeit
Gerade im Herbst und Winter sollten Bewohnerinnen und Bewohner genau hinschauen. In der dunklen Jahreszeit nutzen Einbrecher häufiger kurze Zeitfenster, in denen Wohnungen oder Häuser unbewohnt wirken. Nicht nur Fäden oder Folienstreifen können als Abwesenheitskontrolle dienen: Auch auffällig platzierte Stöcke, Steine oder Gegenstände vor der Tür können verdächtig sein.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst solche vorbereitenden Markierungen nicht als eigenes Delikt. Sie sind deshalb kein Beweis für einen geplanten Einbruch. Sie können aber Anlass sein, die eigene Tür, Fenster und das Wohnumfeld genauer zu prüfen – und bei einem konkreten Verdacht frühzeitig die Polizei zu verständigen.
So schützen Sie sich
Haustür immer abschließen: Nicht nur ins Schloss ziehen – auch bei kurzer Abwesenheit.
Fenster konsequent sichern: Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren beim Verlassen schließen; gekippte Fenster gelten als offene Fenster.
Keine Schlüssel verstecken: Ersatzschlüssel gehören nicht unter Fußmatten, in Blumentöpfe, Gartenhäuser oder Garagen.
Tür und Zarge kontrollieren: Achten Sie auf Fäden, Folie, Plastikstreifen oder unbekannte Gegenstände. Entfernen Sie solche Dinge vorsichtig und dokumentieren Sie sie im Zweifel mit einem Foto.
Briefkasten leeren lassen: Bei Reisen sollten Nachbarn oder Bekannte Post herausnehmen und ein Auge auf die Wohnung haben.
Anwesenheit simulieren: Zeitschaltuhren für Licht oder Rollläden können helfen, ein bewohntes Zuhause zu signalisieren.
Bei Verdacht sofort handeln: Entdecken Sie frische Beschädigungen, manipulierte Schlösser oder verdächtige Personen am Haus, wählen Sie den Notruf 110. Bei keiner akuten Gefahr können Hinweise auch bei der örtlichen Polizeidienststelle gemeldet werden.
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Wichtig: Ein Faden an der Tür bedeutet nicht automatisch, dass ein Einbruch bevorsteht. Wer aber aufmerksam bleibt, Spuren dokumentiert und verdächtige Beobachtungen meldet, kann dazu beitragen, mögliche Taten frühzeitig zu verhindern. Auch Nachbarn sollten informiert werden, damit sie bei längerer Abwesenheit ein wachsames Auge auf Haus oder Wohnung haben können.
Verwendete Quellen: Polizei Hamburg



