Lange Haftstrafe Kita-Mitarbeiterin tötet Baby mit Abflussreiniger

Abscheuliches Verbrechen!
Eine ehemalige Kita-Mitarbeiterin ist in Frankreich wegen der Tötung eines Babys mit dem säurehaltigen Reinigungsmittel Destop zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Das Schwurgericht im Département Ain im östlichen Zentralfrankreich sah es laut französischen Medien als erwiesen an, dass die Frau dem elf Monate alten Mädchen vorsätzlich eine große Menge des Abflussreinigers in den Mund verabreicht und es dadurch getötet hat.
Kind stirbt nach Stunden „extremer Qualen”
Die Tat ereignete sich im Juni 2022 in Lyon. Die heute 29-Jährige hatte im Prozess eingeräumt, dem Kind das Reinigungsmittel eingeflößt zu haben, bestritt jedoch eine Tötungsabsicht. Sie habe das Baby lediglich am Weinen hindern wollen, berichtete unter anderem der Fernsehsender „BFMTV”. Das Kind starb laut Anklage nach mehreren Stunden extremer Qualen.
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Geistig unreif, aber komplett schuldfähig
In erster Instanz war die Angeklagte zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, da eine Tötungsabsicht damals nicht angenommen worden war. Auf Antrag der Eltern des Opfers legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Das neue Urteil sieht zudem eine Mindestverbüßungszeit von 15 Jahren vor. Das bedeutet: Frühestens nach 15 Jahren kann die Verurteilte die Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung oder Bewährung beantragen, vorher ist eine Freilassung ausgeschlossen.
Psychiatrische Gutachter bescheinigten der Frau zwar eine geistige Unreife, schlossen eine verminderte Schuldfähigkeit jedoch aus. (uvo)
Verwendete Quellen: dpa


