Tierschützerin fordert KonsequenzenKinder sollen Ente an der Ostsee zu Tode gesteinigt haben

Es sind Bilder, die sprachlos machen.
An einem Ostseestrand in Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) soll eine Ente über mehr als eine halbe Stunde mit Steinen beworfen worden sein, bis sie stirbt. Besonders erschütternd: Die Mütter der Kinder sollen trotz Aufforderungen von Badegästen nicht eingegriffen haben. Jetzt ermittelt die Polizei – und die Tierschützerin, die den Fall öffentlich machte, fordert Konsequenzen.
Tierschützerin erstattet Anzeige
Der Vorfall soll sich vergangene Woche am Strand von Kühlungsborn-West ereignet haben. Nach Angaben der Polizei wurde eine Ente durch Steinwürfe verletzt und verendete später. Ob das Tier – wie in den sozialen Medien geschildert – absichtlich von Kindern beworfen wurde oder versehentlich getroffen wurde, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
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Eine Urlauberin soll die Szene beobachtet haben, sie gefilmt und noch am selben Abend die Kühlungsborner Tierschützerin Karin Stüver informiert haben. Diese zögerte nicht lange. „Ich habe sofort gewusst, dass der Vorfall zur Anzeige gebracht werden muss und gegen die dummen Kinder sowie deren Mütter etwas unternommen werden muss, damit das nicht einfach so im Sande verläuft. Ich war schockiert und traurig”, erzählt sie im Gespräch mit RTL.
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Polizei ermittelt – Eltern widersprechen den Vorwürfen
Nach Angaben der Polizei ging am vergangenen Donnerstag (30. Juli) eine Online-Anzeige ein. Karin Stüver berichtet, dass die Polizei schnell reagiert habe. Inzwischen hätten sich die Eltern der beteiligten Kinder bei den Ermittlern gemeldet und den Vorfall aus ihrer Sicht geschildert. Sie widersprechen dem Vorwurf, dass die Kinder vorsätzlich gehandelt hätten.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen die Erziehungsberechtigten. Die Kinder selbst sind nach Angaben der Ermittler strafunmündig. Gleichzeitig bitten die Beamten weitere Zeugen, sich zu melden. Eine abschließende Bewertung sei erst nach Abschluss der Ermittlungen möglich.
„Kinder müssen Verantwortung lernen”
Nachdem Karin Stüver den Fall auf den Social-Media-Kanälen ihres Vereins veröffentlicht hatte, verbreitete sich der Beitrag rasant. Tausende Menschen reagierten mit Entsetzen. Auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Rostock, die die Mutter-Kind-Klinik „Godetied“ betreibt, meldete sich zu Wort, nachdem Hinweise aufgekommen waren, dass die betroffenen Familien dort Gäste gewesen sein könnten. Die AWO erklärte, sie distanziere sich ausdrücklich von jeder Form der Tierquälerei und habe mit der Aufklärung des Sachverhalts begonnen. Gleichzeitig bat sie darum, Mitarbeitende der Einrichtung nicht pauschal zu verurteilen.
Für Karin Stüver geht es bei dem Fall längst nicht nur um die getötete Ente. „Ich wünsche mir Konsequenzen und erzieherische Maßnahmen. Kinder müssen lernen, zu begreifen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Für die ignoranten Mütter gilt dasselbe”, fordert sie im RTL-Interview. Ob sich der Vorfall tatsächlich so abgespielt hat, wie er in den sozialen Medien geschildert wird, müssen nun die laufenden Ermittlungen klären.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Facebook


