Preis auf dem Schwarzmarkt beträgt 100 Euro pro StückSchmuggler wird mit 2000 Sex-Ameisen erwischt

Festnahme am Flughafen!
Ein chinesischer Staatsbürger wurde vor wenigen Tagen mit mehr als 2.000 Ameisen im Gepäck erwischt. Er wollte mit den Tieren aus Kenia ausreisen. Versteckt waren sie in Klopapierrollen. In der Heimat des Mannes gelten die riesigen Ameisen als teures Aphrodisiakum.
Riesenameise wird bis zu 2 Zentimeter groß
„In seinem persönlichen Gepäck wurden 1.948 Gartenameisen in speziellen Reagenzgläsern gefunden“, erklärte Staatsanwalt Allen Mulama vor Gericht. „Weitere 300 lebende Ameisen wurden in drei Toilettenpapierrollen im Gepäck versteckt gefunden“, fügte er hinzu. Die Königinnen der Riesenernteameisen (lateinischer Name „Messor cephalotes”) können bis zu 2 Zentimeter groß werden und sind vor allem in Ostafrika, also Kenia, Tansania und Äthiopien, beheimatet.
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Die Tiere waren vermutlich für den Transport nach China bestimmt, berichtet die britische BBC. Dort gelten sie als Delikatesse und werden auch als Aphrodisiakum verzehrt.
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Handel mit Ameisen blüht
Der Kenya Wildlife Service (KWS) warnte bereits im letzten Jahr vor einer steigenden Nachfrage nach den Sex-Ameisen. Im Mai 2025 verurteilte ein kenianisches Gericht vier Männer (zwei Belgier, einen Vietnamesen und einen Kenianer) zu einem Jahr Haft, ersatzweise 7.700 US-Dollar Geldstrafe. Sie hatten versucht, Tausende lebender Ameisenköniginnen aus Kenia zu schmuggeln.
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Der Handel mit den Wildtieren blüht. Sie sollen bis zu 100 Euro pro Stück auf dem Schwarzmarkt bringen. In Europa und Asien werden die Riesenameisen auch als exotische Haustiere gehalten, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Doch auch dem Ökosystem schadet der illegale Handel mit den Tieren. Laut KWS sind diese ökologisch bedeutsam, da ihre Entfernung die Bodengesundheit und die Artenvielfalt beeinträchtigen könnte.
Verwendete Quellen: BBC, AFP


