Franzosen ohne Ticket am ZaunÜber 50 Männer stürmen Freibad – Polizei muss räumen!

Der Eingangsbereich des Freibads. Nach Streitereien in Freibädern in Kehl (Ortenaukreis) an der Grenze zu Frankreich wollen die beiden Nachbarländer enger zusammenarbeiten, um weiteren Ärger zu verhindern.
Der Eingangsbereich des Freibads im Kehler Stadtteil Auenheim.
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Für Elsässer ist Baden-Württemberg ein beliebtes Freizeitziel, was Freibäder anbelangt. Nicht alle verhalten sich tadellos. Jüngst versucht eine große Männergruppe hartnäckig, ohne Entrichtung des Eintritts in ein Freibad zu kommen.

Etwa 50 bis 60 Männer aus Frankreich sollen wiederholt versucht haben, ohne Eintritt zu bezahlen, in ein Freibad in Kehl an der Grenze zu Frankreich zu kommen. Die Polizei räumte daraufhin das Schwimmbad im Stadtteil Auenheim östlich von Straßburg, wie sie mitteilte. Die Gruppe soll demnach über den Außenzaun geklettert sein.

Dabei sei es mehrfach zu verbalen Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitspersonal gekommen. Zudem habe die Gruppe Mülleimer geleert und sich nicht an die geltenden Baderegeln gehalten. Der Sicherheitsdienst soll die Gruppe mehrfach der Örtlichkeit verwiesen haben, die Männer hätten den Anweisungen aber nicht Folge geleistet. Als die anrückende Polizei das Schwimmbad räumte, hätten die Störenfriede den Ort unerkannt verlassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Personen aus Frankreich in Kehl und Umgebung in Freibädern für Ärger sorgen. So berichteten die „Stuttgarter Nachrichten“ 2019 über mehrere solcher Fälle. Im Elsass gebe es nur wenige Freibäder, heißt es in dem Bericht, weshalb schon lange 70 bis 80 Prozent der Badegäste in Kehl aus Frankreich kämen. Die allermeisten verhielten sich tadellos, betonte eine Sprecherin der Stadt nach Vorfällen im Jahr 2019, sprach damals jedoch auch von einer Häufung von Auffälligkeiten.

Verwendete Quellen: mpe/dpa