Seltenes „Homewrecker“-UrteilTeurer Boxenstopp der Liebe! NASCAR-Star muss 850.000 Dollar für Affäre zahlen

Liebes-Drama im Rennzirkus!
Ein verbotener Flirt im Fahrerlager, geheime SMS und ein 17 Jahre langes Eheglück, das in Scherben liegt: Die US-Rennfahrerin Jennifer Jo Cobb hat sich auf eine folgenschwere Affäre eingelassen. Weil sie die Ehe eines anderen zerstörte, muss die 53-Jährige nun tief in die Tasche greifen. Ein Gericht verurteilte sie zu einer astronomischen Schadensersatzsumme – dank eines kuriosen Gesetzes, das es so fast nur noch im US-Bundesstaat North Carolina gibt.
Jennifer Jo Cobb soll eine Ehe zerstört haben
Es klingt wie das Drehbuch für eine Seifenoper aus dem Motorsport-Milieu: Jennifer Jo Cobb ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Frauen im US-Motorsport, Mitglied im „200-Meilen-pro-Stunde-Club“ und Rekordhalterin in der NASCAR Truck Series. Aber jetzt sorgt die Amerikanerin nicht mit Bestzeiten für Schlagzeilen, sondern wegen einer Affäre – und eines spektakulären Gerichtsurteils.
Cobb bandelte mit Clayton Odie Hughes (58) an. Brisant dabei: Hughes arbeitet seit 2003 als sogenannter „Spotter“ (Beobachter für die Fahrer) im NASCAR-Zirkus – und er war seit 17 Jahren glücklich mit seiner Ehefrau Tracey Hughes verheiratet.
Laut der Gerichtsakte, die der betrogenen Ehefrau recht gab, soll Cobb den Ehemann „vorsätzlich, absichtlich und ganz bewusst verführt“ haben. Die Rennfahrerin habe Hughes während ihrer Reisen zu den Rennen regelmäßig angerufen, ihm SMS geschickt und geheime Treffen arrangiert. Mehr noch: Sie soll ihn dazu gedrängt haben, seine Ehefrau über angebliche Reisen zu belügen, um die Affäre zu vertuschen. Im Januar 2021 folgte schließlich die Trennung des Ehepaars Hughes. Und Tracey macht die Beziehung zwischen Cobb und ihrem Mann maßgeblich dafür verantwortlich, dass die zuvor „glücklich verheiratete“ Ehe zerbrach.
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Das skurrile „Ehebrecher-Gesetz“ von North Carolina
Dass der Seitensprung für Cobb nun so richtig teuer wird, liegt an einer juristischen Besonderheit. In North Carolina existiert noch das sogenannte „Homewrecker-Gesetz“ (Nestbeschmutzer-Gesetz). Nur in sieben von 50 US-Bundesstaaten ist es überhaupt noch möglich, eine dritte Person zivilrechtlich dafür zu verklagen, dass sie eine Ehe zerstört hat.
Die Klage von Tracey Hughes stützte sich auf zwei Säulen:
„Alienation of Affection“ (Entfremdung der Zuneigung): Die Anschuldigung, dass Cobb die Liebe und Zuneigung in der Ehe böswillig zerstört hat.
„Criminal Conversation“ (Ehebruch im zivilrechtlichen Sinne): Trotz des altmodischen Namens handelt es sich hierbei um kein echtes Strafverfahren, sondern um ein Zivilrecht, das es Ehepartnern erlaubt, Schadensersatz einzufordern, wenn der Partner nachweislich mit einer anderen Person im Bett war.
Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass die Beziehung zwischen Cobb und Clayton Hughes die exklusiven Rechte und Privilegien der Ehe verletzt und das „Ehebett entehrt“ habe. Cobb wurde zur Zahlung von 50.000 Dollar (44.300 Euro) für die Entfremdung und satten 800.000 Dollar (708.000 Euro) für den vollzogenen Ehebruch verdonnert. Bemerkenswert: Clayton Hughes selbst war nicht als Beklagter in der Klage aufgeführt – zur Rechenschaft gezogen wurde ausschließlich die mutmaßliche Geliebte.
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War Jennifer Jo Cobb selbst verheiratet?
Besonders pikant: Jennifer Jo Cobb weiß eigentlich selbst sehr genau, wie sich das Eheleben im Rennzirkus anfühlt. Im Jahr 2015 heiratete sie Eddie Troconis, ebenfalls ein NASCAR-Fahrer und Mitglied ihres eigenen Rennteams. Ob die Ehe der beiden zum Zeitpunkt ihrer Affäre mit Clayton Hughes bereits geschieden war oder noch bestand, geht aus den Gerichtsunterlagen nicht eindeutig hervor. Sollte Cobb während ihres Techtelmechtels selbst noch verheiratet gewesen sein, bekäme die Geschichte um das „entheiligte Ehebett“ noch eine ganz eigene Note von Doppelmoral.
Cobb, die in ihrer Karriere zahlreiche Rekorde aufstellte und als eine von wenigen Frauen die magische 200-Meilen-pro-Stunde-Grenze knackte, versuchte bis zuletzt vergeblich, die Klage abzuweisen. Sie bestritt die Vorwürfe vehement.
Zwar dürfte das Vermögen der Rennfahrerin, die auch als Motivationsrednerin arbeitet, in die Millionen gehen, doch eine Dreiviertelmillion Dollar für ein Liebesabenteuer ist selbst für einen Sportstar ein herber Schlag. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig – Cobbs Anwälten steht der Weg für eine Berufung offen.
Verwendete Quellen: New York Post, People, The Sun


