Europas letzte Gefängnisinsel Ein Knast wie kein anderer! Häftlinge leben hier fast wie in Freiheit
Wo Postkartenpanorama auf Schwerverbrecher trifft!
Bunte Häuser, blühende Gärten und frei laufende Ziegen – Gorgona wirkt auf den ersten Blick wie ein Urlaubsparadies. Doch auf der italienischen Insel sitzen Schwerverbrecher ihre Strafen ab. Wie der Alltag der Häftlinge auf Europas letzter Gefängnisinsel aussieht und weshalb Touristen die Insel besuchen dürfen, seht ihr im Video.
Eigenverantwortung und feste Regeln
Auf Gorgona sind rund 85 verurteilte Straftäter, darunter Mörder, Vergewaltiger und Drogenschmuggler untergebracht. Tagsüber dürfen sie sich fast frei auf der Insel bewegen und arbeiten. Die Gefangenen bauen Obst und Gemüse an, kümmern sich um Tiere, backen Brot und produzieren sogar Honig. Eigenverantwortung und feste Regeln sollen den Weg zurück in die Gesellschaft erleichtern. „Jeder der Insassen wird morgens geweckt und muss zur Arbeit gehen”, erklärt Barbara Radice vom italienischen Justizministerium.
Trotz Idylle bleibt es ein Gefängnis
Die Gefangenen wissen den besonderen Vollzug zu schätzen. Ein Insasse beschreibt das Leben auf Gorgona sogar schlicht als „Paradies”. Auch für Insasse Sergio fühlt sich das Leben hier oft erstaunlich normal an. Ganz vergessen kann er seine Situation aber nicht, spätestens, wenn abends um acht die Tür verriegelt wird. Dann denke er an seine Familie und die Menschen außerhalb der Insel.
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Exklusiver Wein und Touristengruppen
Besonders ungewöhnlich: Bis zu 100 Touristen dürfen die Insel täglich besuchen. Darunter auch Schulklassen, die einen Einblick in das ungewöhnliche Gefängniskonzept erhalten. Zudem wird auf Gorgona ein exklusiver Wein produziert, für den Liebhaber knapp 100 Euro pro Flasche bezahlen. Für die Gefangenen selbst gilt allerdings ein striktes Alkoholverbot.
So idyllisch die Insel, die rund 40 Kilometer vor der italienischen Küste liegt, auch wirkt – am Ende bleibt sie Europas letzte Gefängnisinsel. Und so gab es auch schon Fluchtversuche. Erfolgreich war bislang aber keiner.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche





