Was passiert mit den 5500 Mitarbeitern?Hotelbetreiber meldet Insolvenz an, 125 Hotels in Deutschland betroffen

Leipzig am Morgen - Willy-Brandt-Platz
Auch das Hyperion Hotel (links im Bild) in Leipzig gehört der Revo-Hospitality-Gruppe.
Jan Woitas/dpa

Wurde hier zu viel geshoppt?
Die Revo-Hospitality-Gruppe, ein großer Hotelbetreiber, hat für rund 140 seiner Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Charlottenburg eingereicht. Darunter sind 125 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich, die aber weitergeführt werden sollen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. ”Bei der Agentur für Arbeit haben wir eine Vorfinanzierung der Gehaltszahlungen für die Monate Januar bis März 2026 beantragt”, hieß es.

Revo sieht gute Chancen auf Erholung

Die Gruppe betreibt eigenen Angaben zufolge unter eigenen Marken sowie als Franchisenehmer großer Hotelketten insgesamt 250 Hotels in 135 Städten in zwölf europäischen Ländern.

Streaming Tipp
RTL Aktuell
Jetzt auf RTL+ streamen

„Mit den überwiegend in Eigenverwaltung beantragten Verfahren für die rund 140 Gesellschaften bestehen gute Aussichten für eine zügige Sanierung und eine langfristige Fortführung”, teilte Rechtsanwalt Gordon Geiser mit, der für die Dauer der Sanierung die Geschäftsführung der betroffenen Gesellschaften übernommen hat.

Hotelbetreiber: Deswegen sind wir insolvent

Ein wesentlicher Grund für die Insolvenz sei die starke Expansion der vergangenen Jahre gewesen. Seit 2020 ist die Zahl der zur Gruppe gehörenden Hotels den Angaben zufolge von damals 51 auf inzwischen rund 250 gestiegen. „Die Akquisition der neuen Hotels war mit erheblichen Kosten verbunden”, teilte das Unternehmen mit. „Andererseits stiegen die Übernachtungszahlen nicht wie erwartet, und auch der geplante Umsatz für 2025 wurde nicht erreicht.” Die neuen Geschäftsführer machten sich nun auf die Suche nach internationalen Investoren. (cko mit dpa)

Verwendete Quelle: Deutsche Presse-Agentur