„Wir merken, dass das, was wir tun, wirklich hilft” Der WALsinn! Neue Hoffnung für gestrandeten Timmy

Ein Update, auf das viele gewartet haben.
In einer Pressekonferenz gehen Tierärztin Anne Herrschaft, Jeff Foster („Free Willy Crew“) und Pedro Veranda, Meeresbiologe aus Mexiko, auf den Gesundheitszustand von Buckelwal Timmy ein: Laut der Mitglieder des Rettungsteams soll es dem gestrandeten Tier tatsächlich besser gehen.
Hoffnung für gestrandeten Buckelwal? „Wir merken, dass das, was wir tun, wirklich hilft“

Schon am Sonntagmorgen gab’s erste Neuigkeiten von der Ostsee. Der gestrandete Buckelwal hat sich gedreht. „Er hat dadurch mehr Schwebeposition im Körper bekommen und dadurch jetzt auch ein bisschen Entlastung auf den Seitflossen und hat heute Mittag wieder gute Mobilität gezeigt“, erklärt Tierärztin Anne Herrschaft der Presse vor Ort.
Lese-Tipp: In die richtige Richtung gedreht! Macht sich Wal Timmy startklar für die Abfahrt?
Morgens bei der Erstkontrolle werde immer geschaut, wie warm es am Tag wird und ob der Wal mit Tüchern abgedeckt werden muss. „Damit der Teil, der außerhalb des Wassers ist, keinen Sonnenbrand bekommt“, so die Expertin. Dabei erklärt sie auch, was hinter dem Weißen auf Timmys Körper steckt: Das Weiße, das man auf dem hinteren Teil des Wals sehe, sei Zinksalbe, die als zusätzlicher Sonnenschutz für die Wunden diene: „Es ist so, dass die Läsionen der Haut sich wirklich gut in Abheilung befinden. Die Creme tut ihm sehr gut und die Salzwässerung im Bereich des Rückens tut ihm auch sehr gut.“ Die Hautschichten des Wals würden sich regenerieren und dort, wo sich die kranke Haut ablöse, käme bereits neue nach: „Da sind wir sehr zufrieden mit. Wir merken, dass das, was wir tun, wirklich hilft.“
So geht es Buckelwal Timmy aktuell
Der Wal liegt seit Wochen ohne Futterzufuhr vor der Insel Poel. Das sei an sich kein Problem, erklärt die Tierärztin. Denn Wale können bis zu sechs Monate ohne Nahrung auskommen. Der Haken daran: Die Tiere nehmen durch die Futterzufuhr eben auch Flüssigkeit auf: „Das fehlt ihm natürlich hier.“ Mittels eines Schlauchs habe das Rettungsteam dem Buckelwal Frischwasser samt Elektrolyten zugeführt. „Er hat echt gut mitgemacht. Und das Schöne ist, er hat zweimal das Maul aufgemacht“, erzählt Anne Herrschaft weiter. „Und was er macht: Er schluckt, er hat Zungenaktivität.“ Somit könne man ein Netz in diesem Bereich tatsächlich ausschließen: „Sonst würde er so nicht agieren. Er interagiert sehr gut mit uns.“
Lese-Tipp: Timmys Rettungsrinne ist fertig! Wie geht es jetzt weiter?
Auch die Atmung sei durch den Positionswechsel an diesem Sonntag „sehr schön“. Er mache tiefe Atemzüge. Nur die geplante Blutabnahme sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Diese sei durch die aktuelle Position des Wals zu gefährlich für die Helferinnen und Helfer.
Verwendete Quellen: RTL


