Richter nennt Fall „unbegreiflich”Hank (12) auf Edeka-Parkplatz totgefahren! 18-Jähriger wegen Mordes verurteilt

Hank (12) verlor auf einem Edeka-Parkplatz sein Leben – sein Mörder wurde jetzt verurteilt
Hank (12) verlor auf einem Edeka-Parkplatz sein Leben – sein Mörder wurde jetzt verurteilt
privat

Haftstrafe nach Mord an Hank.
Nach dem tödlichen Drama auf einem Edeka-Parkplatz in Heilbronn ist das Urteil gegen den jungen Fahrer gefallen. Für Hanks Eltern ist das Strafmaß kaum zu ertragen.

Jan A. muss nach Mord auf Edeka-Parkplatz in den Knast

Als der Richter das Strafmaß verkündet, brechen Hanks Eltern in Tränen aus. Sechs Jahre und sechs Monate Jugendstrafe erhält der zur Tatzeit 18-Jährige Jan A., der ihren zwölfjährigen Sohn auf einem Edeka-Parkplatz mit dem Auto angefahren und getötet hat. Für Mutter und Vater klingt das nach viel zu wenig.

Während der Verkündung sagen sie zum Richter, dass ihr Sohn hingerichtet worden sei. Die Mutter ruft „Mörder“ und spuckt in Richtung des Angeklagten, während sie emotional aufgelöst aus dem Saal gehen.

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Der Angeklagte selbst zeigt in diesem Moment keine sichtbare Reaktion. Bei der Urteilsverkündung verzieht er keine Miene.

Im Video: Polizistin ringt nach tödlichem Streit auf Edeka-Parkplatz mit den Tränen

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Staatsanwaltschaft hatte nach Mord auf Edeka-Parkplatz neun Jahre Haft gefordert

Das Landgericht Heilbronn wertet die Tat als Mord. Nach Einschätzung des Vorsitzenden Richters ist das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt. Den von der Staatsanwaltschaft ebenfalls angeführten niederen Beweggründen folgt das Gericht dagegen nicht. Auch deswegen weicht der Richter von den von der Staatsanwaltschaft geforderten neun Jahren Haft ab.

Obwohl der Angeklagte zur Tatzeit bereits 18 Jahre alt ist, bestraft ihn das Gericht nach Jugendstrafrecht. Der Grund: Nach Einschätzung der Jugendkammer hat bei ihm zum Tatzeitpunkt noch keine erwachsene Reife vorgelegen. Neben der Jugendstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten entzieht das Gericht dem Verurteilten auch die Fahrerlaubnis. Der Richter nennt den Fall „unbegreiflich“.

Jan A. hatte erklärt, es habe sich um einen Fahrfehler gehandelt und er habe Hank auf seinem Fahrrad nicht gesehen. Die Verteidigung hatte deswegen nur sogenannte „Zuchtmittel” gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Was damals auf dem Edeka-Parkplatz in Niedernhall passiert

Auf einem Edeka-Parkplatz in Niedernhall ist Hank im September 2025 mit einem anderen Jungen unterwegs. Dort kommt es nach bisherigen Erkenntnissen zu einem Streit mit dem damals 18-Jährigen und einem Freund. Kurz darauf entfernen sich die beiden Kinder mit Fahrrad und Tretroller.

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Doch der junge Mann steigt laut Anklage mit seinem Kumpel in sein Auto und gibt Gas. Dann erfasst der Wagen Hank. Beim Zusammenprall soll er etwa 21 bis 27 km/h schnell sein. Für den Zwölfjährigen kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt noch auf dem Parkplatz.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche