Feuerwehr zieht heftige BilanzEin Toter und drei Schwerverletzte bei Sturm in Berlin
Bei dem heftigen Sturm in Berlin ist ein Mensch ums Leben gekommen.
Drei weitere wurden lebensgefährlich verletzt, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte. Es gab demnach mehr als 500 Einsätze.
Berlin: Frau in ihrem Auto von Baum erschlagen
Die Berliner Feuerwehr war im Dauereinsatz. Es habe mehr als 500 Einsätze gegeben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In Berlin gab es mindestens ein Todesopfer: Im Spandauer Forst traf ein umstürzender Baum ein Auto und verletzte eine Frau darin tödlich.
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Die Feuerwehr in Brandenburg hatte zunächst von einem weiteren tödlichen Autounfall im Havelland berichtet, ihre Angaben später jedoch korrigiert. Es habe sich im Nachhinein geklärt, dass es sich bei dem Todesfall um den Unfall der gestorbenen Frau in Berlin handelte. Der Unfallort liegt knapp einen halben Kilometer vor der Landesgrenze auf Berliner Stadtgebiet, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt mitteilte.
Lebensgefahr durch herabstürzende Äste
Mindestens drei Menschen wurden lebensbedrohlich verletzt. Auf der Clayallee im Berliner Westen wurde eine Radfahrerin von einem Baum getroffen und lebensbedrohlich verletzt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In Tegel wurde ein Mensch in einem Wald durch abstürzende Äste ebenfalls lebensbedrohlich verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Radfahrer und Fußgänger versuchten, sich während des Sturms in Sicherheit zu bringen. Einige Menschen stürzten, andere suchten Schutz unter Eingängen, als Äste über Straßen und Wege flogen.
Der Zugverkehr wurde im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt, wie die Berliner S-Bahn mitteilte. Gegen 21.30 Uhr fuhren erst zwei S-Bahn-Linien eingeschränkt wieder. Bei dem Unwetter seien zahlreiche Äste und Bäume auf die Gleise des S-Bahn-Netzes gestürzt. „Die Aufräum- und Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren”, hieß es.
Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg gesperrt
Auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg steckten viele Reisende fest. Grund für die Sperrung war ein umgestürzter Baum, der geräumt werden musste. Der erste Zug fuhr dann am Abend wieder ab, wie ein Bahnsprecher der dpa sagte. Allerdings komme es weiterhin zu Verspätungen.
Aus Richtung Süden brauchten die Reisenden ebenfalls Geduld - zwischen der Lutherstadt Wittenberg und Berlin herrschte stundenlang Stillstand. Die S-Bahn-Passagiere in der Hauptstadt traf es mitten im Feierabendverkehr. Am Abend wurden laut Deutscher Bahn Züge eingesetzt, die das Streckennetz kontrollierten, um umgestürzte Bäume auf den Gleisen zu entdecken.
Wetterdienst berichtet von orkanartigen Böen
Der Deutsche Wetterdienst erklärte, die höchste Windgeschwindigkeit sei am Montag an der Freien Universität Berlin mit 108 Kilometern pro Stunde gemessen worden. Das entspreche Windstärke elf und orkanartigen Böen, so ein Sprecher. Auch in Berlin-Tempelhof seien Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde gemessen worden.
































