Mutter und Schwester treffen auf Mörder von Rahma A. (†26)! „Ich glaube, dass Menschen eigentlich zweimal sterben”
Sie hatte so viele Träume!
Aus Algerien kommt Rahma A. vor einiger Zeit nach Deutschland, um hier ihre Ziele zu verwirklichen. So hatte es sich die 26-Jährige immer gewünscht. Sie zieht schließlich nach Hannover in ein Mehrfamilienhaus. Dort findet sie schnell Anschluss und beginnt ein freiwilliges soziales Jahr. Am 4. Juli vergangenen Jahres bricht plötzlich ihr Nachbar mit einem Messer in die Wohnung ein. Es sind die letzten Minuten in Rahmas Leben.
War ein rassistisches Motiv der Auslöser?
Ihr Nachbar, Alexander K., soll sie mit gleich mehreren Messerstichen getötet und sich wenig später gestellt haben. Doch was war der Grund für seine mutmaßliche Tat? Das versucht nun das Landgericht Hannover beim Prozessauftakt am Montag zu klären. Während andere dem 31-Jährigen bereits vor Beginn ein rassistisches Motiv unterstellen, erhärtet sich beim Prozess der Verdacht, dass Alexander K. wegen Rauchs und Lärms in die Wohnung eingebrochen ist. Doch Rahma A. hat nie geraucht, sondern lediglich ihr Mitbewohner. „Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte die Geschädigte deswegen aus vollkommen nichtigem Anlass getötet hat. Außerdem soll er die Arg- und Wehrlosigkeit der Geschädigten ausgenutzt haben”, erklärt das Landgericht Hannover auf RTL-Nachfrage.
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Der Angeklagte betont, er habe sich in einer schwierigen Lage befunden und irgendwann die Kontrolle über sich selbst verloren, bis es schließlich zu der Tat gekommen sei. Ihre Mutter, Zohra und ihre Schwester, Amel, können den Verlust von Rahma bis heute nur schwer verkraften. Dennoch ist es ihnen wichtig, auch beim Prozessbeginn dabei zu sein. „Es ist unglaublich, was meiner Schwester passiert ist. Es gibt keinen Grund dafür, jemanden zu töten”, sagt Amel im Interview.
„Sie wird in unserem Herzen immer weiterleben”
Ihre Familie möchte vor allem eins: Gerechtigkeit für ihre Tochter und Schwester. Sie sei voller Träume gewesen, habe zwei Tage vor ihrem Tod sogar einen Ausbildungsvertrag zur Krankenschwester unterschrieben, schildert ihre Familie im RTL-Gespräch. Für ihre Schwester zählt jedoch, dass Rahma mit ihrer fröhlichen Art niemals in Vergessenheit gerät. „Ich glaube, dass Menschen eigentlich zweimal sterben, das erste Mal am Todestag und das zweite Mal, wenn man nicht mehr über sie spricht als ihre Familie. Und ich als ihre einzige Schwester werde nie damit aufhören. Sie wird in unseren Herzen immer weiterleben”, sagt Amel A.
Was bei ihrer Familie wohl nun zurückbleibt, ist Fassungslosigkeit, Trauer und die große Frage nach dem Warum. Laut bisherigem psychologischen Gutachten ist Alexander K. voll schuldfähig. Sollten sich die Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft ebenfalls bestätigen, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche

































