„Green Boots“ ist identifiziertRätsel um Everest-Leiche nach 30 Jahren gelöst

Generationen von Bergsteigern passierten den Leichnam auf ihrem Weg Richtung Gipfel und nannten ihn nur „Green Boots“. Nun ist das Rätsel gelöst.
Generationen von Bergsteigern passierten den Leichnam auf ihrem Weg Richtung Gipfel und nannten ihn nur „Green Boots“. Nun ist das Rätsel gelöst.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | DAVE WATSON

Er soll endlich seine letzte Ruhe finden!
Fast drei Jahrzehnte lang war „Green Boots“ eines der bekanntesten Rätsel am Mount Everest. Millionen Bergsteiger kannten den Toten in der Todeszone nur wegen seiner grünen Stiefel. Jetzt steht seine Identität fest – und seine Familie kann endlich auf einen Abschied hoffen.

Ein Schneesturm wurde ihm zum Verhängnis

Der Tote konnte durch einen DNA-Abgleich als der indische Alpinist Dorje Morup identifiziert werden. Das gab die paramilitärische Einheit Indo-Tibetan Border Police bekannt, die derzeit eine Bergungsmission plant.

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Dorje Morup gehörte zu einer Expedition, die den Mount Everest über die Nordseite besteigen wollte. Kurz unterhalb des Gipfels zog jedoch ein heftiger Schneesturm auf. Während einige Mitglieder der Gruppe den Aufstieg abbrachen, stiegen Morup und zwei weitere Alpinisten weiter. Keiner der drei kehrte lebend zurück. Ihr Tod fiel in die verheerende Everest-Katastrophe von 1996, bei der insgesamt acht Bergsteiger ums Leben kamen.

Ein makabrer Orientierungspunkt für Tausende Bergsteiger

Eine Bergung in Höhen von mehr als 8.000 Metern gilt als extrem gefährlich. Deshalb blieb Morups Leichnam jahrzehntelang an Ort und Stelle. Schnee und Eis konservierten den Körper, der direkt an der stark frequentierten Nordostroute lag. Seine auffälligen grünen Bergsteigerstiefel machten ihn weltbekannt. Für viele Everest-Besteiger wurde „Green Boots“ über die Jahre zu einem bedrückenden Orientierungspunkt auf dem Weg zum Gipfel.

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Jetzt soll Dorje Morup endlich nach Hause

Nach der Identifizierung soll Morups Leichnam nun noch in diesem Sommer geborgen werden. Die Aktion über die tibetische Seite des Mount Everest gilt als aufwendig und gefährlich.

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Mehrere erfahrene Sherpas werden daran beteiligt sein, außerdem sind Genehmigungen der chinesischen Behörden notwendig. Nach der Bergung soll der Leichnam zunächst nach Kathmandu gebracht und anschließend in seine Heimat Indien überführt werden. Fast 30 Jahre nach seinem Tod könnte Dorje Morup damit endlich seine letzte Ruhe finden.

Verwendete Quellen: ntv.de, oe24.at