Raubfisch breitet sich weiter ausÜber zwei Meter lang! Italien sagt dem Gardasee-Monster den Kampf an

Riesenwels breitet sich im Gardasee aus
Die invasive Wels-Art, die aktuell den Gardasee bedroht, ist riesig. (Symbolbild)
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Mehr als zwei Meter lang, gewaltige Kiefer und ein riesiger Appetit.
Am Gardasee sorgt derzeit ein unerwünschter Eindringling für große Sorgen. Der Riesenwels breitet sich im größten und beliebtesten See Italiens immer weiter aus. Jetzt starten die Behörden eine Offensive gegen den Raubfisch – mit 100.000 Euro Budget!

Zwei-Meter-Raubfische breiten sich im Gardasee aus

Wer am Gardasee ins Wasser blickt, denkt an schöne Buchten, Segelboote und Sommerurlaub. Doch unter der Oberfläche breitet sich ein Tier aus, das den Verantwortlichen zunehmend Kopfzerbrechen bereitet: der Riesenwels. Wie die italienische Online-Tageszeitung Il NordEst Quotidiano berichtet, werden immer mehr Exemplare derzeit zwischen Venetien und der Lombardei gefangen.

Das Beunruhigende dabei ist jedoch nicht, dass die Fische mitunter über zwei Meter lang sind und sogar hunderte Kilo schwer werden können – was erschreckend genug ist. Das eigentliche Problem ist, dass der Riesenwels der Spitzenprädator im Gardasee ist!

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Der Wels ist eine invasive Art, die den Erhalt einheimischer Fische und das ökologische Gleichgewicht des Sees gefährdet”, stellt Venetiens Fischereirat Dario Bond laut Il NordEst Quotidiano klar. Der Fisch fresse zu viele heimische Fischarten und beeinflusse damit die Artenvielfalt. Gleichzeitig zerstören seine kräftigen Kiefer immer wieder die Netze der Berufsfischer, die dadurch auf hohen Reparaturkosten sitzen bleiben.

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Italien investiert 100.000 Euro zur Bekämpfung der Welse

Die Region Venetien will den Vormarsch der invasiven Welsart deshalb nicht länger hinnehmen, wie Il NordEst Quotidiano berichtet. Dafür investiert die italienische Region 100.000 Euro, um registrierte Berufsfischer am Gardasee „beim Kauf spezieller Netze, Schutzsysteme und der gesamten Ausrüstung zu unterstützen”, so Bond. Pro Betrieb sind Zuschüsse von bis zu 20.000 Euro möglich!

Doch hinter dem Förderprogramm steckt noch eine zweite Idee: Statt die gefangenen Welse einfach zu entsorgen, sollen sie künftig häufiger auf Tellern landen. Denn in mehreren europäischen Ländern wird der Wels bereits als Speisefisch geschätzt. Genau dieses Potenzial möchte die Region künftig nutzen und, wie Bond erklärt, „neue Marktchancen für Unternehmen in Venetien” schaffen.

Verwendete Quellen: Il NordEst Quotidiano