Wie würdet ihr Friedrich Merz benoten?Zeugnis-Schock für die Bundesregierung – Kanzler droht die Nachprüfung

Wer würde schon gerne mit solchen Noten nach Hause kommen?
Es ist ein Zeugnis, das für Stirnrunzeln sorgen dürfte: Vier von fünf Deutschen sind derzeit unzufrieden mit der Bundesregierung. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage, die RTL in Auftrag gegeben hat. Vor allem der Kanzler ist versetzungsgefährdet. Welche Note würde Friedrich Merz von euch bekommen?
So fällt die aktuelle Bewertung aus
Nur ein kleiner Teil der Deutschen vergibt der amtierenden Bundesregierung gute Noten. Laut der Forsa-Umfrage sind 18 Prozent der Befragten „zufrieden” mit der Arbeit der Regierung, was in Schulnoten einer 1 oder 2 entspräche. 46 Prozent zeigen sich „weniger zufrieden” (Note 3 oder 4). Ganze 36 Prozent sind „gar nicht zufrieden” und vergeben somit die Noten 5 oder 6. Das bedeutet, eine klare Mehrheit von 82 Prozent der Deutschen ist weniger zufrieden oder gar unzufrieden mit der Leistung der Bundesregierung.
Noch härter fällt das Urteil aus, wenn es um die persönliche Bewertung von Bundeskanzler Friedrich Merz geht. Hier droht dem Kanzler sogar die Nachprüfung: Lediglich 14 Prozent der Befragten sind „zufrieden” mit seiner Arbeit. 36 Prozent sind „weniger zufrieden”. Sage und schreibe 49 Prozent sind „gar nicht zufrieden”.
Auch Vizekanzler Lars Klingbeil erhält keine glänzenden Zensuren, kommt aber etwas besser davon: 18 Prozent sind „zufrieden” mit seiner Arbeit. 39 Prozent sind „weniger zufrieden”. 35 Prozent der Deutschen sind „gar nicht zufrieden”.
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Merz räumt Enttäuschung ein
Die schlechten Umfragewerte treiben Bundeskanzler Friedrich Merz nach eigenen Angaben um. In seiner Sommerpressekonferenz äußerte er sich dazu selbstkritisch: „Mich beschäftigt das, und ich versuche auch, die Gründe festzustellen”, sagte der CDU-Vorsitzende. Er prüfe mit seinem Team ständig, ob die Kommunikation verbessert oder die Politik überprüft werden müsse. „Es hat sicher auch eine Erwartungshaltung in der Bevölkerung gegeben, die wir bis jetzt nicht erfüllt haben”, räumte Merz ein.
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Kanzler sieht Umfrage auch als Ansporn
Trotz des Gegenwinds sieht Merz die aktuelle Lage auch als Motivation: „Wir werden aber auch natürlich massiv angegriffen, auch das gehört zur Wahrheit dazu. Ich beschwere mich darüber nicht, ich nehme das so, wie es ist. Und ich empfinde diese demoskopische Lage, wenn Sie so wollen, eher als Ansporn, die Arbeit fortzusetzen, gut zu machen, richtig zu machen, gut zu vermitteln, gut zu erklären.”
Die Umfragesituation betreffe nicht nur eine Person, sondern Union und SPD insgesamt, so Merz. „Derzeit gäbe es wohl in Deutschland bei einer Wahl keine Mehrheit für diese Koalition”, resümierte er und betonte: „Und das ist etwas, was mich beschwert und an dem wir auch gemeinsam arbeiten.”
Verwendete Quellen: RTL/n-tv-Trendbarometer, dpa


