Fenster fliegen aus den RahmenExplosion in Mehrfamilienhaus – Einsatzkräfte finden einen Toten

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Kropp haben die Einsatzkräfte einen Toten in der Brandwohnung entdeckt.
Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Kropp haben die Einsatzkräfte einen Toten in der Brandwohnung entdeckt. 
Frank Molter/dpa

Ein lauter Knall reißt die Menschen am frühen Morgen aus dem Schlaf.
In Kropp (Schleswig-Holstein) erschüttert am Dienstagmorgen gegen 6.45 Uhr (16. Juni) eine heftige Explosion ein Mehrfamilienhaus mit Seniorenwohnungen. Fenster und Türen werden aus den Rahmen gerissen, kurz darauf steht eine Wohnung lichterloh in Flammen. Zahlreiche Bewohner müssen gerettet werden.  Jetzt gibt es die traurige Gewissheit: Die Einsatzkräfte haben einen Toten gefunden.

Bewohner flüchten vor Feuer und Rauch

Die Explosion ereignet sich nach ersten Erkenntnissen in einer Erdgeschosswohnung des Hauses. Als Feuerwehr und Rettungskräfte eintreffen, steht die betroffene Wohnung bereits in Vollbrand. In dem Gebäude leben vor allem Senioren. Insgesamt sind dort 29 Bewohner gemeldet. Viele von ihnen müssen von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden, teilweise über Balkone und mit Hilfe einer Drehleiter. Mehrere Menschen erleiden Rauchgasvergiftungen. Rund 20 Rettungswagen sowie bis zu 200 Einsatzkräfte sind im Einsatz.

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Vermisster Bewohner tot aufgefunden

Zunächst gilt ein Bewohner als vermisst. Jetzt bestätigt die Polizei den traurigen Fund: In der ausgebrannten Wohnung entdecken Einsatzkräfte eine tote Person. Ob es sich dabei um den 77-jährigen Mieter der Wohnung handelt, ist nach Angaben der Polizei bislang noch unklar. Die Identität des Toten muss noch festgestellt werden.

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Wohnung kann wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden

Die Wucht der Explosion ist enorm. Nach Angaben der Polizei werden durch die Druckwelle Fenster und Türen nicht nur am betroffenen Mehrfamilienhaus, sondern auch an umliegenden Gebäuden beschädigt. Teilweise springen sie sogar aus den Rahmen.

„Der Brand in dieser Wohnung konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden, allerdings kann diese wegen Einsturzgefahr noch nicht betreten werden“, teilt die Polizeidirektion Flensburg mit. Das Technische Hilfswerk (THW) soll das Gebäude zunächst sichern und abstützen. Das Haus gilt derzeit als unbewohnbar. Der Einsatzort bleibt großräumig abgesperrt. Warum es zu der Explosion kam, ist bislang völlig unklar. Die Ermittlungen laufen. (nha)

Verwendete Quellen: dpa, eigene RTL-Recherche