„Fliegen genau über die Zelte der Pferde”Drohnen-Horror! Reitsport-Star bangt um Pfleger und Pferde in Katar

An ein Reitturnier ist hier nicht zu denken!
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu und hat sogar Auswirkungen auf den Reitsport. Profi-Springreiter Philipp Weishaupt sorgt sich um Mitarbeiterinnen und Pferde in Katar. Denn: Drohnen und ein gesperrter Luftraum führen zu massiven Problemen.
Philipp Weishaupt sitzt in Deutschland fest
Der Start der Reitsport-Serie Global Champions Tour am kommenden Wochenende in Katar ist angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten mehr als fraglich. Über dem Turniergelände fliegen Drohnen und werden abgeschossen, berichtete der Springreiter Philipp Weishaupt mit Verweis auf die Pflegerin seiner Pferde in Doha (Katar). „Sie hat mir Videos geschickt, die Drohnen fliegen genau über die Zelte der Pferde”, sagte der Reiter.
Weishaupts Pferde sind seit einigen Wochen in Doha, wo der frühere Vize-Europameister bei mehreren Turnieren ritt. Der 40-Jährige wollte am Wochenende wieder nach Katar fliegen. „Aber alle Flüge sind gecancelt worden, ich bin zu Hause”, berichtete der Profi aus Riesenbeck in Nordrhein-Westfalen.
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Anzeige:Pfleger und Pferde sollen rausgeholt werden
Pferde anderer Reiter sollten am Samstag (28. Februar) ab Lüttich (Belgien) fliegen, doch der Flieger blieb am Boden. Ein Flugzeug, in dem Pflegerinnen saßen, war schon unterwegs, musste jedoch wieder umkehren, wie Weishaupt berichtete. Betroffen sei auch sein Bruder Max, der mit den Pferden wieder zurück ins bayrische Jettingen gefahren ist. Nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Iran wurde der Luftraum in mehreren Ländern geschlossen, dazu zählt auch der Golfstaat Katar.

In der Hauptstadt Doha gibt es seit Anfang Januar mehrere Turniere, am Mittwoch soll im Al Shaqab Equestrian Center die erste Station der Global Champions Tour beginnen, die weltweit höchstdotierten Serie. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das stattfindet”, sagte Weishaupt: „Es gibt jetzt auch Wichtigeres. Wir müssen schauen, wie wir die Pflegerinnen und die Pferde da sicher raus bekommen.” (abl/dpa)
Verwendete Quellen: dpa


