Schlimmer Vorfall bei Tiger-Queen72-Jähriger stirbt nach Raubtier-Attacke in Sachsen

Monatelang kämpft er um sein Leben, doch er hat es nicht geschafft!
Zwei Monate nach einem Angriff durch einen ausgebrochenen Tiger in Sachsen ist ein 72-Jähriger gestorben. Es handelt sich dabei um eine Art Helfer, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks „berechtigt” in der Anlage von Dompteurin Carmen Zander aufgehalten hatte.
Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung
Der Mann war am 17. Mai auf dem Gelände der privaten Tigerhalterin in Dölzig von dem entlaufenen Raubtier angegriffen und schwer verletzt worden. Jetzt ist er tot! Er starb am Freitag in einem Krankenhaus, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig am Dienstag mitteilte. Seit dem Angriff lag der Geschädigte den Angaben zufolge ununterbrochen in stationärer Behandlung im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat jetzt bereits die Obduktion des Leichnams angeordnet. Das Ergebnis liegt aber noch nicht vor, wie es heißt. Der Mann kam mit Biss- und Kratzwunden ins Krankenhaus. Jetzt, da das Raubtier-Opfer tot ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen. Die Beschuldigte: Carmen Zander, die Halterin der Tiere und Ex-Zirkusdompteurin.
Sechs Tiger leben nicht mehr bei Carmen Zander
Der entlaufene Tiger war von alarmierten Einsatzkräften der Polizei erschossen worden, nachdem sie ihn an einer Gartenanlage in Dölzig entdeckt hatten. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Halterin um eine frühere Zirkusdompteurin, deren Betrieb schon länger umstritten ist.
Aktuell leben nur noch zwei Tiger bei Carmen Zander. Sechs Tiere musste die selbst ernannte „Tiger Queen” inzwischen abgeben. Der Grund: Die Behörden griffen durch, weil die Halterin die Haltungsbedingungen bis zu einer gesetzten Frist nicht verbessert hatte.
Von Sachsen aus ging es für die sechs Großkatzen nach Spanien. Nach einer mehrtägigen Reise kamen sie dort Anfang Juli wohlbehalten in einer Rettungsstation an und wurden dort nun fachgerecht versorgt, wie die Tierschutzorganisation Animal Advocacy and Protection (AAP) mitteilte. Nach einer Quarantäne sollten sie in ein Außengehege von 3.000 Quadratmetern umziehen.
Im Video: Trotz Kritik hielt „Tiger Queen” an Haltung von fest
Tigerhalterin stellte im RTL-Interview klar: „Ich hab’ nichts falsch gemacht!”
Kurz nach dem Vorfall, bei dem sie selbst nicht vor Ort gewesen ist, sprach die Tiger-Besitzerin mit RTL. Für sie war damals klar: „Ich hab’ nichts falsch gemacht! Meine Mitarbeiter und Helfer sind zu 100 Prozent instruiert worden.”
Weiter sagte Carmen Zander: „Ich kann mein Handwerk. Ich bin kein Dummchen, was hier plötzlich meint, mit Raubtieren arbeiten zu müssen.” Und: „Die Sicherheit war immer und ist immer gegeben. Und deswegen – umso schwerer fällt es mir, zu begreifen, was hier passiert ist.“
Im RTL-Interview nach der Attacke schilderte die ehemalige Dompteurin, der Vorfall habe sie völlig aus der Bahn geworfen. „Ich habe gedacht, ich bin im Albtraum“, sagte sie. Nun, mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auf fahrlässige Tötung könnte dieser Albtraum ernste Konsequenzen für sie haben ...
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, AFP, DPA


