Seine Traumreise endete tödlichDeutscher Tourist (†81) starb in Detroit durch Faustschlag – Täter verurteilt

Für die tödliche Attacke auf Dieter K. verurteilt: Lawrence G.
Für die tödliche Attacke auf Dieter K. verurteilt: Lawrence G. (Archivbild)
Detroit Police Department

Er wollte 95 Jahre alt werden.
Dieter K. aus Bremen hatte noch viele Pläne. Sein Leben endete jedoch im September 2019 während einer Traumreise durch einen brutalen Angriff in den USA. Der Täter zeigte nach der Tat keine Reue. Jetzt fiel in Detroit das Urteil – auch nachdem die Söhne des Opfers im Gerichtssaal von dem 81-Jährigen erzählen.

„Vierzehn Jahre wurden ihm und uns genommen”

Der Angriff fand am 7. September 2024 gegen 10 Uhr morgens im Herzen der Innenstadt von Detroit (US-Bundesstaat Michigan) statt, unweit des zentralen Campus Martius Parks. Der Faustschlag war so heftig, dass Dieter K. sofort das Bewusstsein verlor. Er konnte nicht mehr sprechen und fiel ins Koma. Zehn Tage nach dem Angriff starb der Diplom-Ingenieur und ehemalige Oberbauleiter aus Bremen. Sein Angreifer wurde noch am Tatort festgenommen. Es handelte sich um den damals 30-jährigen US-Amerikaner Lawrence G. Zahlreiche US-Medien berichteten über den Fall des deutschen Touristen.

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Im Gerichtssaal erzählten seine Söhne Oliver und Stephan K. von ihrem Vater und seinem Wunsch, 95 Jahre alt zu werden. „Vierzehn Jahre wurden ihm und uns genommen”, sagte Oliver K. Sein Bruder Stephan fügte hinzu: „Eines ist ganz klar – niemand sonst trägt die Schuld für das, was passiert ist. Allein der Angeklagte trägt diese Verantwortung.”

Oliver K. beschrieb zudem, wie er 8.000 Kilometer entfernt von dem Unglück seines Vaters erfuhr. Er sagte, er habe sich hilflos gefühlt, als er versuchte, einen Weg zu finden, um nach Michigan zu gelangen. Ihr Vater sei ein guter Mensch gewesen, der sich für Schwächere eingesetzt habe.

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Angeklagter Lawrence G.: „Ich habe ihn umgehauen”

Vor Gericht bekannte sich Lawrence G. der fahrlässigen Tötung schuldig. Ein Richter verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von acht bis 15 Jahren. Eine Anklage wegen Mordes lässt das Gericht fallen. Das genaue Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

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Bei einer früheren Anhörung zitierte der Richter eine erschütternde Aussage des Täters. Einem Polizisten habe G. nach der Tat gesagt: „I knocked his a** out” – übersetzt: „Ich habe ihn umgehauen.” Seine Verteidigerin erklärte, ihr Mandant habe seine Medikamente nicht genommen. Sie behauptete, der Rentner aus Bremen sei aufgrund eines Missverständnisses zu Tode gekommen. Heute würde die Situation anders verlaufen, da der Angeklagte zwischenzeitlich ordnungsgemäß medikamentös eingestellt sei.

Verwendete Quellen: Instagram, Fox 2 Detroit, Bild