Dax stürzt abDeutscher Börsencrash wegen Iran-Krieg

Der Dax ist wegen der Angriffe im Nahen Osten deutlich abgesackt.
ARCHIV - 17.05.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Die DAX-Kurve im Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt. Am deutschen Aktienmarkt bleibt der Dax vorerst weiter auf Abstand zur runden 25.000-Punkte-Marke. (zu dpa: «Dax startet knapp im Plus») Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Der Dax ist in den Absturzmodus übergegangen.
Der deutsche Leitindex Dax büßte gegen Mittag 3,5 Prozent ein und fand sich mit 23.772 Punkten auf dem tiefsten Niveau seit drei Monaten wieder. Seit Wochenbeginn beläuft sich der Rückschlag nun auf gut 1.500 Punkte oder 6 Prozent. Der Iran-Krieg und Energiepreise drücken die Kurse in den Keller.

Auch an der Wall Street drohen fallende Kurse

Auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden erneut stark fallende Kurse prognostiziert. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt von der Dauer des Krieges ab.

Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 1,8 Prozent auf 30.302 Zähler nach und fiel unter die runde Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 3,4 Prozent.

Große Sorge vor Energiekrise

Unter den Anlegern geht wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Der Straße von Hormus als Öl- und Gasroute kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu; der Iran schloss diese mittlerweile. „Je länger die Interventionen anhalten und je weiter sich die Angriffe auf andere Länder in der Region ausweiten, desto höher ist das Risiko, um von einem echten, belastenden Ereignis für die Kapitalmärkte auszugehen”, schrieben die Experten der Landesbank NordLB. Die Commerzbank verwies angesichts steigender Ölpreise auch auf Inflationsrisiken.

Im Dax brachen die Aktien von Beiersdorf um mehr als 18 Prozent ein, auf ein Tief seit vier Jahren. Der Konsumgüterkonzern rechnet im laufenden Jahr allenfalls mit einem geringen Wachstum. Analysten monierten schwache Prognosen der Hamburger für das erste Quartal und das Gesamtjahr.

Verwendete Quelle: Dow Jones Newswires, ntv, dpa