Russischer Saboteur verdächtigtHinter der Front: Fünf ukrainische Soldaten erschossen

Russland attackiert ukrainische Zivilisten im ganzen Land. Im Westen sterben mehrere Menschen durch einen von einer Drohne ausgelösten Brand. In Charkiw werden zudem Soldaten in einem Wohnhaus erschossen. Die Ermittlungen zum Motiv des Täters laufen.
Fünf ukrainische Soldaten sind nach Behördenangaben hinter der Front bei Charkiw von einem Unbekannten erschossen worden. Nach dem Täter werde gefahndet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine mit. Ermittelt werde in mehrere Richtungen. Insbesondere werde geprüft, ob der Schütze zu einem Aufklärungs- und Sabotagetrupp der russischen Armee gehören könnte.
Die Tat ereignete sich demnach am Dienstag in einem Wohnhaus im Landkreis Charkiw im Osten des Landes. Der Täter habe das Feuer auf die Soldaten eröffnet, sie seien ihren Verletzungen erlegen. Zu anderen möglichen Motiven der Tat wurden keine Angaben gemacht. Die Ukraine wehrt seit mehr als viereinhalb Jahren eine großangelegte russische Invasion ab.
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die westukrainische Stadt Luzk sind zudem nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Zwölf weitere Menschen seien am Mittwoch verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Luzk liegt knapp 100 Kilometer von der ukrainisch-polnischen Grenze entfernt. Angriffe in dem Gebiet im Westen der Ukraine sind selten.
Laut dem Ministerium und örtlichen Behörden wurden die sechs Menschen im Warenlager eines Unternehmens getötet. Demnach lösten herabfallende Trümmer einer düsengetriebenen Drohne einen Brand in dem Gebäude aus.
In der Nacht zum Mittwoch waren bereits in der Hauptstadt Kiew mindestens fünf Menschen durch russische Luftangriffe getötet worden. Die ukrainische Armee meldete zudem zwei Tote durch russische Angriffe in der Region Dnipropetrowsk. Ein weiterer Mensch wurde in der südöstlichen Region Saporischschja getötet. Russische Behörden meldeten ihrerseits zahlreiche ukrainische Angriffe.
Verwendete Quellen: rog/dpa/AFP


