Ermittlungen nach Bungee-Drama in BrasilienNach Marias Tod sucht die Polizei jetzt eine geheimnisvolle Zeugin

Maria Eduarda Rodrigues de Freitas (21) ist die Frau, die beim Rope Jumping so qualvoll tödlich verunglückt ist.
Maria Eduarda Rodrigues de Freitas (21) ist die Frau, die beim Rope Jumping so qualvoll tödlich verunglückt ist.
Instagram/Maria Eduarda Rodrigues de Freitas

Eine Frau mit kurzen Haaren könnte jetzt zur Schlüsselfigur werden.
Der rätselhafte Tod der 21-jährigen Maria beim Bungee-Sprung beschäftigt die Ermittler weiter. Eine verschwundene Kamera und widersprüchliche Aussagen werfen neue Fragen auf. Jetzt hofft die Polizei auf eine Frau, die kurz vor Maria gesprungen sein soll.

Polizei hofft auf entscheidenden Hinweis

Mehr als zwei Wochen nach dem tödlichen Bungee-Unglück im brasilianischen Limeira laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Maria (†21) stürzte am 13. Juni rund 40 Meter in die Tiefe, nachdem sie offenbar ohne gesichertes Bungee-Seil von der sogenannten Skelettbrücke gesprungen war.

Die Ermittler setzen ihre Hoffnungen jetzt auf eine bislang unbekannte Zeugin. Wie die Polizei laut dem brasilianischen Portal Metropoles mitteilte, handelt es sich um „eine Frau mit kurzen Haaren, die kurz vor dem Opfer sprang und nach dem Unfall in der Nähe des Brückenfundaments blieb“. Weiter heißt es: „Sie könnte Zeugin von Tatsachen gewesen sein, die für die Aufklärung des Falls relevant sind.“

Im Fokus steht dabei das Rätsel um Marias verschwundene Kamera. Nach Angaben der Polizei ergeben neue Zeugenaussagen und ausgewertete Bilder widersprüchliche Hinweise darauf, wer die Kamera nach dem tödlichen Sturz vom Tatort entfernt haben könnte. „Daher ist die Identifizierung der Zeugin für den Fortgang der Ermittlungen von großer Bedeutung“, erklären die Beamten. Die bislang Angeklagten hätten dagegen ausgesagt, nicht zu wissen, wo sich die Kamera befindet.

Lese-Tipp: Löst eine verschwundene Kamera nun das Rope-Jumping-Drama um Maria (†21)?

Im Video: Maria (†21) lebte noch, als man sie fand

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Sechs Personen stehen im Visier der Ermittler

Drei Männer, die für die Sicherheit der Teilnehmer verantwortlich gewesen sein sollen, wurden bereits kurz nach dem Unglück festgenommen. Luis Felipe Feliciano Egoroff (32), Maicon Fernandes Cintra (42) und Vitor de Freitas Gonçalves (27) müssen sich inzwischen wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Nach Einschätzung der Ermittler nahmen sie Marias Tod billigend in Kauf, indem sie sie ohne gesichertes Seil springen ließen.

Am 20. Juni nahm die Polizei zudem drei weitere Personen vorläufig fest, die für die Organisation der Teilnehmer zuständig gewesen sein sollen. Eine von ihnen, Evelyne dos Santos Gonçalves, erklärte bei ihrer Vernehmung, sie habe die Teilnehmer lediglich registriert und den eigentlichen Sprung nicht gesehen. Erst nachdem sie den Lärm gehört habe, habe sie erkannt, was vorgefallen sei. Den Vorwurf, ihre Kollegen seien nach dem Unglück vom Tatort geflohen, weist sie zurück.

Verwendete Quellen: Bild.de, Metropoles