Illegaler Transport gestopptBundespolizei befreit sieben Welpen aus Kartons – Rumänin (48) wollte sie nach Belgien bringen

Rettung in letzter Sekunde!
Sieben kleine Hunde, eingesperrt in dunkle Kartons, bei bis zu 36 Grad über die Autobahn gejagt – und niemand sollte es merken. Am Grenzübergang Reitzenhain in Sachsen haben Bundespolizisten einen dieser grausamen Welpentransporte gestoppt und die völlig ausgetrockneten Tiere aus ihrer Karton‑Hölle befreit.
Illegaler Welpentransport an der Grenze gestoppt: Bundespolizei befreit sieben Hunde aus Kartons
Die Szene, die sich am Freitagnachmittag an der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland abspielt, ist schwer zu ertragen: Im Auto einer 48‑jährigen Rumänin entdecken Einsatzkräfte sieben Malteser‑Mischlinge, zusammengekauert in Pappkartons mit winzigen Luftlöchern, ohne Wasser, ohne Futter. Die Tiere haben gerade so genug Luft, um nicht zu ersticken. Die Hitze im Wagen ist brütend, draußen zeigt das Thermometer bis zu 36 Grad. Dass die Kontrolle aus Chemnitz genau dieses Fahrzeug herauszieht, beendet eine Tortur, die noch Stunden hätte weitergehen können.
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Die Beamten alarmieren sofort das Veterinäramt, eine Amtstierärztin kommt an die Grenze, begutachtet die Welpen und lässt sie in ein Tierheim bringen. Papiere für die Hunde? Fehlanzeige. Die Fahrerin behauptet, die Tiere sollten nach Belgien – ein klassisches Muster im illegalen Handel mit Billigwelpen, die im Westen teuer weiterverkauft werden. Gegen die Frau wird ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet, die Tiere kommen zunächst in Quarantäne, werden geimpft und medizinisch durchgecheckt. Ihr Zustand: erstaunlich stabil – wohl nur, weil dieser Transport rechtzeitig gestoppt wurde.
Tierschützer waren immer wieder vor „Puppy Mills”

Reitzenhain ist längst kein zufälliger Ort mehr, sondern ein Brennpunkt für genau solche Transporte. Immer wieder fischen Beamte an dieser Grenze Autos aus dem Verkehr, in denen Welpen aus Vermehrerbetrieben – sogenannten „Puppy Mills“ – quer durch Europa gekarrt werden: Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Slowakei als Herkunftsländer, Zielmärkte in Deutschland, Belgien, den Niederlanden oder Frankreich. Die Rechnung der kriminellen Händler ist einfach: billig produzierte, oft kranke, ungeimpfte Tiere mit gefälschten Papieren – verkauft an Käufer, die nur die großen Augen sehen und die Geschichte dahinter nicht kennen, berichtet die Bild.
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Wer ein Tier kaufen möchte, kann viel Leid verhindern: Nur bei seriösen Züchtern oder aus dem Tierheim, niemals Welpen „aus dem Kofferraum“ oder über dubiose Online‑Inserate ohne Besuch vor Ort. Wenn der Preis zu gut klingt, der Verkäufer keine echten Papiere vorlegt oder der Welpe zu jung wirkt, lieber Abstand halten – und im Zweifel den Fall der Polizei melden.
Verwendete Quellen: Bild, Bundespolizei, Tag24


