Influencerin wurde nur 37 Jahre altBrooke Eby ist tot – mit Humor kämpfte sie gegen ihre ALS-Krankheit

Sie machte aus einer tödlichen Diagnose eine Mission.
Influencerin Brooke Eby sprach schonungslos über ihre ALS-Erkrankung und erreichte damit Hunderttausende Menschen. Jetzt ist sie mit nur 37 Jahren gestorben.
ALS Association würdigt Brooke Eby nach ihrem Tod
Brooke Eby wollte, dass die Menschen hinschauen. Auf Instagram und TikTok zeigte die US-Amerikanerin unter dem Namen Limpbroozkit, was die unheilbare Nervenkrankheit ALS mit ihrem Körper machte. Dabei setzte sie ausgerechnet auf Humor. Selbst als ihre Beweglichkeit immer weiter nachließ und ihr zuletzt auch das Sprechen zunehmend schwerfiel, nahm sie ihre Follower mit durch ihren Alltag. Nun trauern Familie, Freunde und die ALS-Community um die 37-Jährige.
Brooke Eby starb am Donnerstag (1. Oktober) im Alter von 37 Jahren. Die ALS Association verabschiedete sich öffentlich von der Aktivistin. Die Organisation erinnerte an eine Frau, die selbst in den schwersten Momenten noch das Komische finden konnte. „Brooke machte es unmöglich, ALS zu ignorieren“, erklärte Calaneet Balas, Präsidentin und CEO der ALS Association. Eby habe der Community ihre „Ehrlichkeit, ihren Humor und ihr ganzes Herz“ geschenkt.
Bis Brooke Eby überhaupt wusste, woran sie litt, vergingen Jahre. 2018 bemerkte die damals 29-Jährige zunächst ein Spannungsgefühl in ihrer Wade. Sie lebte zu dieser Zeit in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien und glaubte, sie habe sich nach dem Sport nicht ausreichend gedehnt. Später begann sie zu hinken. Erst vier Jahre nach den ersten Symptomen stellten Ärzte im März 2022 die Diagnose ALS. Brooke war gerade einmal 33 Jahre alt.
Nach der Diagnose zog sie sich zunächst zurück. Zwei Monate habe sie im Bett verbracht, erinnerte die ALS Association nach ihrem Tod. Doch schließlich entschied Brooke, ihre Krankheit öffentlich zu machen.
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Humor wurde zu Brooke Ebys Waffe gegen ALS
Wer ihre Videos sah, bekam deshalb keine geschönte Version ihres Lebens präsentiert. Brooke zeigte ihre fortschreitende Erkrankung und erklärte ihren Followern, was ALS mit ihrem Körper machte. Gleichzeitig machte sie Witze darüber. Hunderttausende Menschen folgten ihr auf Instagram und TikTok. People.com
In einem persönlichen Beitrag für das US-Magazin People erklärte sie Anfang 2025, warum Humor für sie so wichtig geworden war. „Alle fühlten sich mit meiner Situation viel wohler, wenn ich lachte. Und dadurch fühlte auch ich mich wohler“, schrieb sie.
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Brooke wollte außerdem mit einem verbreiteten Bild der Krankheit aufräumen. Vor ihrer eigenen Diagnose habe sie ALS vor allem mit älteren Männern verbunden. Nun wusste sie, wie falsch diese Vorstellung war. „Ich könnte die Tochter, Schwester, Mutter, Freundin oder Ehefrau von jemandem sein“, schrieb sie. Menschen sähen sie und die Krankheit werde dadurch realer.
Ihre Offenheit hatte ein klares Ziel. Brooke wollte Aufmerksamkeit für ALS schaffen und anderen Erkrankten helfen. Sie gründete die gemeinnützige Plattform ALStogether, auf der Betroffene unter anderem Kontakt zu Experten, Pflegekräften, Organisationen und anderen ALS-Erkrankten finden können.
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Brooke Eby wollte anderen nach ihrem Tod weiterhelfen
Wie sehr sich ihr Zustand verschlechterte, verschwieg die Influencerin ebenfalls nicht. Im Juni 2025 berichtete sie von einem starken Rückgang ihrer Atemkapazität. Sie bekam eine Ernährungssonde. Anfang 2026 kamen Beschwerden hinzu, die ihr das Schlucken und Sprechen erschwerten. Anfang September teilte Brooke schließlich mit, dass andere Menschen sie inzwischen kaum noch verstehen könnten.
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Da hatte sie längst darüber nachgedacht, was von ihr bleiben sollte. Und dabei ging es Brooke nicht in erster Linie darum, wie die Welt sich an sie als Person erinnern würde. Sie wollte etwas hinterlassen, das anderen Menschen nach einer ALS-Diagnose helfen könnte. „Meine TikTok-Präsenz wird nach meinem Tod weiterleben“, schrieb sie in ihrem Beitrag für People. Ihr Wunsch war, dass ihre Videos Betroffenen künftig „als visuelles Tagebuch“ und Orientierung dienen könnten.
Verwendete Quellen: ALS Association, People
































