Vor vier Jahren entführtPolizei veröffentlicht neues Foto, wie der vermisste Miguel heute aussehen könnte

Der vermisste siebenjährige Miguel Nogueira da Silva, wie er heute aussehen könnte
So könnte der siebenjährige Miguel Nogueira da Silva, heute aussehen
Policia Civil

Vor vier Jahren verschwand der heute siebenjährige Miguel Nogueira da Silva.
Jetzt gibt es einen neuen Anlauf bei der Suche nach dem verschwundenen Miguel. Die Polizei veröffentlichte ein computergeneriertes Bild, das zeigt, wie der Junge heute aussehen könnte. Miguel war erst drei Jahre alt, als ihn sein Vater nach dem mutmaßlichen Mord an dessen Mutter mitnahm. Seitdem fehlt von beiden jede Spur.

Die Hoffnung ruht auf einem neuen Fahndungsfoto

Miguel ist heute sieben Jahre alt sein. Mit einem sogenannten Altersbild wollen die Ermittler erreichen, dass ihn möglicherweise jemand wiedererkennt. Trotz jahrelanger Ermittlungen, Durchsuchungen und zahlreicher Hinweise konnten weder der Junge noch sein Vater bislang gefunden werden. Die Polizei bittet die Bevölkerung deshalb erneut um Hinweise.

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Der Fall erschütterte Brasilien

Am 15. Mai 2022 soll der Handelsvertreter Ivan Nogueira seine 26 Jahre alte Ehefrau Regiane Carneiro de Moura Silva im gemeinsamen Haus in Ribeirão Preto im Bundesstaat São Paulo getötet haben. Das Paar lebte dort mit seinem damals dreijährigen Sohn Miguel. Regianes Schwiegervater entdeckte die junge Frau wenig später tot im Wohnzimmer. Er war nach eigenen Angaben zum Haus gegangen, nachdem er verdächtige Geräusche gehört hatte. Die Ermittler stellten Würgemale am Hals der 26-Jährigen fest. Ihr Mann und der gemeinsame Sohn waren bereits verschwunden.

Fünf Tage später fanden Polizisten das Auto der Familie verlassen in einem Zuckerrohrfeld. Von Ivan Nogueira und Miguel fehlte jedoch jede Spur.

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Obwohl Ivan Nogueira nie gefasst wurde, verurteilte ihn ein Gericht im März 2024 wegen des Mordes an seiner Ehefrau zu 36 Jahren Gefängnis. Nach brasilianischem Recht konnte der Prozess auch ohne seine Anwesenheit stattfinden. Sein damaliger Verteidiger erklärte inzwischen, das Urteil sei rechtskräftig. Er habe keinen Kontakt mehr zu seinem Mandanten und wisse nicht, wo dieser sich aufhalte.

Auch die Großeltern warten auf Antworten

Für die Familie endet die Ungewissheit bis heute nicht. Im Mai dieses Jahres wurde die Mutter des Verurteilten erneut von der Polizei befragt. Die Ermittler hofften auf Hinweise zum Aufenthaltsort ihres Sohnes und ihres Enkels. Doch auch sie weiß nach eigenen Angaben nichts. „Ich habe weder von meinem Sohn noch von meinem Enkel etwas gehört. Seit diesem Tag ist für mich alles vorbei. Ich vermisse beide und möchte einfach wissen, wo sie sind“, sagte sie brasilianischen Medien. Mit dem neuen Altersbild hoffen die Ermittler nun, dass Miguel nach vier Jahren doch noch gefunden werden kann.

Verwendete Quellen: g1.globo.com