Toilettengang rettet sein Leben„Es ist meine Schuld“ – Sänger überlebt Brand-Katastrophe in Bangkok nur knapp

Nur wenige Minuten entscheiden über Leben und Tod!
Während seine Band auf der Bühne steht und das Publikum feiert, verlässt ein Sänger den Saal, um auf die Toilette zu gehen. Plötzlich fällt der Strom aus. Sekunden später bricht Panik aus: Ein Feuer breitet sich rasend schnell in der Bar in Bangkok aus. Der Musiker überlebt – viele seiner Kollegen und zahlreiche Gäste nicht.
Toilettengang rettet sein Leben

Nach der verheerenden Brand-Katastrophe in einer Bar in Bangkok kommen immer mehr erschütternde Details ans Licht. Besonders bewegend ist die Geschichte eines Sängers, der den Brand nur knapp überlebte – weil er kurz vor Ausbruch des Feuers die Toilette aufsuchte. Viele seiner Bandkollegen hatten dieses Glück nicht.
Nach Informationen des Schweizer Nachrichtenportals Blick.ch befand sich der Musiker gerade auf der Toilette, als plötzlich der Strom ausfiel. Augenblicke später soll eine Explosion die Bar erschüttert haben. Dichter Rauch breitete sich innerhalb weniger Sekunden aus und löste Panik unter den Gästen aus.
Lese-Tipp: Feuer-Tragödie in Crans-Montana: Hier starben 41 Menschen!
Der Sänger konnte sich ins Freie retten. „Ich bin in Sicherheit”, schreibt er auf Facebook. „Aber mein Handy und all meine persönlichen Sachen sind verbrannt. (...) Mir geht es im Moment psychisch wirklich nicht gut.”
Zudem teilte er ein Video, auf dem seine Flucht aus der Bar zu sehen ist. Der Sänger rennt mit einer einzigen Flasche Wasser in der Hand aus der brennenden Kneipe. Später soll er unter Tränen gesagt haben: „Es ist meine Schuld.“ Er habe das Gefühl, seine Kollegen im Stich gelassen zu haben, weil er als einziger seiner Gruppe überlebte. Mehrere Bandmitglieder kamen bei dem Feuer ums Leben, andere werden noch vermisst oder befinden sich schwer verletzt im Krankenhaus.
Video-Tipp: Während 750 Menschen feiern! Diskothek in Baden-Württemberg brennt nieder
Ermittler prüfen Fluchtwege und Brandursache
Unterdessen werden weitere Details zur Tragödie bekannt. Nach Angaben der Behörden wurden zahlreiche Opfer in den Toiletten des Lokals gefunden. Offenbar hatten sie versucht, sich vor dem dichten Rauch in Sicherheit zu bringen, fanden dort jedoch keinen Fluchtweg mehr. Insgesamt starben mindestens 27 Menschen, mehr als 60 weitere wurden verletzt, viele von ihnen schwer.
Lese-Tipp: Crans-Montana-Katastrophe: Brandopfer Mélanie kämpft sich ins Leben zurück
Die Ursache des Feuers ist weiterhin unklar. Nach ersten Erkenntnissen könnte der Brand in der Nähe eines Sicherungskastens oder einer Klimaanlage entstanden sein. Ermittler untersuchen außerdem, ob Notausgänge versperrt waren oder andere Sicherheitsmängel die Flucht der Gäste erschwerten. (lmi)
Verwendete Quelle: blick.ch, AFP


