Schock-Szenen am HauptstadtflughafenBrutale Attacke am Gate! Betrunkener schlägt BER-Mitarbeiter krankenhausreif

Ärzte müssen um sein Augenlicht kämpfen.
Ein Mitarbeiter am Berliner Flughafen verweigert einem stark alkoholisierten Passagier den Mitflug. Kurz darauf eskaliert die Situation völlig: Der Mann wird am Gate zusammengeschlagen und schwer verletzt. Jetzt warnt Verdi vor zunehmender Gewalt am BER.
Mitarbeiter verweigert Passagier den Mitflug
Es sollte der letzte Check vor dem Abflug nach Tallinn werden. Doch am Gate des Berliner Flughafens endet der Abend für einen Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstleisters Swissport im Krankenhaus.
Der Vorfall ereignet sich bereits am Sonntag, 6. September. Air-Baltic-Flug BT 830 soll um 22.05 Uhr in Richtung estnische Hauptstadt starten. Beim Boarding bemerkt ein Swissport-Mitarbeiter nach Informationen der Berliner Zeitung, dass ein Fluggast stark alkoholisiert ist. Er entscheidet: Der Mann darf nicht mitfliegen.
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Daraufhin eskaliert die Situation. Der Passagier beginnt laut Bericht, mit Fäusten auf den Mitarbeiter einzuschlagen. Ein weiterer Mann soll gleichzeitig Menschen davon abgehalten haben, dem Angegriffenen zu helfen.
Schwere Knochenbrüche – das Opfer muss in die Klinik
Wie schwer die Attacke ist, zeigt sich später im Krankenhaus. Der Mitarbeiter erleidet unter anderem einen Jochbeinbruch und weitere Knochenbrüche. Sein Augenlicht können die Ärzte retten. Der Mann muss zunächst in der Klinik bleiben.
Ein inzwischen bekannt gewordenes Überwachungsvideo zeigt nach Angaben von Bild, wie der Angreifer immer wieder auf sein Opfer einschlägt, auch als dieses bereits am Boden liegt. Mehrere Passagiere und Mitarbeiterinnen versuchen einzugreifen. Schließlich gelingt es Reisenden, den Angreifer festzuhalten.

Die Flughafengesellschaft bestätigt den Angriff. Wartende Reisende und eine Mitarbeiterin hätten den Mann bis zum Eintreffen von Bundespolizei und Flughafensicherheit festgehalten. Die Bundespolizei nimmt den Passagier anschließend in Gewahrsam. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizei des Landes Brandenburg.
Verdi warnt vor zunehmender Gewalt am BER
Für die Gewerkschaft Verdi ist die Attacke kein isoliertes Problem. Verdi-Sekretär Enrico Rümker sagt der Berliner Zeitung: „Angriffe auf Personal am BER sind längst keine Einzelfälle mehr. Wir erleben immer mehr Übergriffe, immer mehr Gewalt.“
Nach Informationen der Zeitung hat allein Swissport in diesem Jahr bislang fast 200 verbale und körperliche Attacken auf Beschäftigte am BER registriert. Dabei ist Swissport nur eines von drei Unternehmen am Hauptstadtflughafen, die unter anderem Fluggäste einchecken, das Boarding überwachen und Gepäck verladen.
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Verdi kritisiert gleichzeitig, dass beim Sicherheitspersonal gespart werde und dadurch wertvolle Zeit verloren gehen könne. Der Flughafenbetreiber widerspricht dieser Darstellung. Tätliche Angriffe auf Beschäftigte seien „nach wie vor sehr seltene Einzelfälle“. Der BER erfülle die gesetzlichen und behördlichen Anforderungen zur Personalausstattung für die Sicherheit sogar über.
Für den schwer verletzten Swissport-Mitarbeiter bleibt die Attacke dennoch bittere Realität. Noch Tage später sind seine Knochenbrüche nicht verheilt.
Verwendete Quellen: Berliner Zeitung, Bild


