Tier zu bekifft um zu laufenBergrettung muss Labrador-Hündin ins Tal tragen

Labradorhündin Tokyo liegt auf einer Decke und schläft
Labradorhündin Tokyo erholte sich über Nacht von einer Cannabisvergiftung
picture alliance / Christina Bluhme via AP / Christina Bluhme

Eine Wanderung auf den höchsten Berg Schottlands endete für einen Hund im Rausch.
Nachdem Labradorhündin Tokyo erst wacker mit auf den Vulkan gestiegen ist, knickten ihr plötzlich die Beine weg. Die Ursache war zunächst völlig unklar. Umso überraschender, was dann der Grund war.

„Sie hatte einen sehr schlimmen Trip“

Völlig erschöpft liegt Labradorhündin Tokyo in einer Tierarztpraxis. Doch nicht die Wanderung mit seinem Frauchen hat dem Vierbeiner zugesetzt, sondern eine Dosis Cannabis, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet.

Christina Bluhme aus Südengland machte am 5. Juli mit ihrem Sohn und ihren beiden Hunden eine Wanderung zum Ben Nevis, dem höchsten Berg Großbritanniens. Drei Stunden dauerte der Aufstieg auf den 1345 Meter hohen Berg in den schottischen Highlands, als Labradorhündin Tokyo kurz vor dem Gipfel wie betrunken anfing, zu taumeln und plötzlich zusammenbrach.

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„Sie hatte einen sehr schlimmen Trip“, so Bluhme. „Es war ein sehr beängstigendes Erlebnis.“ Da die Hündin nicht mehr laufen konnte, beschloss die Familie, sofort umzukehren. Allerdings hatte das Wetter da schon umgeschlagen. Es regnete und die Temperatur kühlte auf fünf Grad ab.

Ein Tierarzt findet die Ursache des Schwächeanfalls

Bluhmes Sohn wählte daraufhin den Notruf. Doch die Polizei war nicht sicher, ob sie bei dem Wetter einen Bergungstrupp losschicken konnte. Glücklicherweise befand sich eine Gruppe der ehrenamtlichen Bergrettung Lochaber gerade auf dem Rückweg vom Gipfel. Die Einsatzkräfte nahmen die fünfjährige Tokyo auf eine Trage und brachten sie über den steilen, rutschigen Weg zurück ins Tal.

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In einer Tierklinik im nahegelegenen Fort William untersuchten Ärzte die Hündin. Zunächst vermuteten sie ein Rückenproblem. Doch weil Tokyo immer wieder das Bewusstsein verlor, kamen sie zu einem anderen Schluss: Die Symptome deuteten auf eine Vergiftung hin. Eine Rücksprache mit einer Giftnotrufzentrale bestätigte schließlich den Verdacht auf eine Cannabisvergiftung.

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Tokyo bekam Aktivkohle und erholte sich über Nacht vollständig. „Am nächsten Tag war alles wieder gut“, so Bluhme. „Sie hat sich so schnell erholt – aber ich bin diejenige, die immer noch etwas mitgenommen ist.“ Die Tierarztrechnung von umgerechnet fast 1200 Euro nahm sie jedoch gerne in Kauf.

Verwendete Quelle: AP