Tragödie in FrankreichAutopsie bringt Gewissheit: Zwillingsmädchen (1) sind verdurstet

Sie wurden nur 15 Monate alt.
Nach dem Tod zweier kleiner Zwillingsmädchen im Norden Frankreichs bestätigt die Obduktion die vermutete Todesursache: Die Kinder sind an Dehydrierung gestorben. Auch ihre vier Geschwister mussten medizinisch versorgt werden.
Jetzt herrscht traurige Gewissheit
Die beiden 15 Monate alten Zwillingsschwestern, die am Montag in ihrem Zuhause in Beuvrages im Norden Frankreichs tot gefunden wurden, starben an den Folgen einer schweren Dehydrierung. Das ergab die Obduktion. Zudem stellten die Rechtsmediziner fest, dass beide Mädchen deutlich untergewichtig waren, erklärte Staatsanwältin Christelle Dumont.
Nach ersten Erkenntnissen hatte die Mutter die Zwillinge am Sonntagabend gegen 19 Uhr schlafen gelegt. Erst am späten Montagvormittag habe sie wieder nach ihnen gesehen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Mädchen bereits tot.

Vier weitere Kinder mussten ins Krankenhaus
Als die Rettungskräfte am Montagvormittag das Haus erreichten, fanden sie neben den verstorbenen Mädchen vier weitere Kinder der Familie im Alter zwischen zwei und sechs Jahren vor. Auch sie litten nach Angaben der Ermittler unter Flüssigkeitsmangel und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Inzwischen konnten drei der Kinder die Klinik wieder verlassen. Das jüngste der überlebenden Geschwister bleibt zur Beobachtung weiter stationär.
Eltern schweigen – Ermittlungen laufen
Die Eltern, 29 und 30 Jahre alt, wurden nach dem Fund der Kinder festgenommen. Gegen sie wird wegen des Verdachts auf Vernachlässigung Minderjähriger mit Todesfolge ermittelt. Laut französischen Medien machten beide von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Sie hatten am frühen Montagnachmittag selbst den Notruf verständigt, nachdem sie ihre beiden jüngsten Kinder regungslos in ihren jeweiligen Kinderbetten gefunden hatten.
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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war die Familie den Jugendbehörden bislang nicht bekannt. Die Ermittler wollen nun klären, unter welchen Umständen die Kinder lebten und welche Rolle die außergewöhnliche Hitzewelle der vergangenen Tage gespielt haben könnte. Weitere medizinische Untersuchungen und Befragungen sollen den genauen Ablauf rekonstruieren.
Ganze Gemeinde tief erschüttert
Der Bürgermeister von Beuvrages, Ali Ben Yahia, erklärte auf Facebook, die Gemeinde sei von der Tragödie „zutiefst erschüttert“. Er beschrieb die Familie als gut integriert. Sie habe erst vor Kurzem ein Haus beziehen können – mit dem Wunsch, ihren Kindern ein gutes Umfeld zum Aufwachsen zu bieten.
































